Presseabzeichen für die Kunstwettbewerbe | Spiele der XI. Olympiade 1936, Berlin

Inventarnummer: 88/938

Presseabzeichen (Rundfunk) für die Kunstwettbewerbe der Olympischen Spielen 1936 in Berlin.

Der offizielle Bericht schreibt: „Eine sehr wichtige Aufgabe war der Entwurf für das Olympia-Abzeichen, das von allen Wettkämpfern und den in amtlicher Eigenschaft bei den Olympischen Spielen tätigen Persönlichkeiten getragen werden sollte, und das gleichzeitig den Zweck hatte, den Träger je nach seiner Funktion zu unterscheiden. Man beschloß, dem bewährten Beispiel von Los Angeles zu folgen und eine Kombination von Metall und Band zu wählen. Von den sieben am Wettbewerb beteiligten Künstlern löste Prof. Walter Raemisch nach Beschluß des Preisgerichts die Aufgabe am besten. Er schuf eine Verbindung zwischen dem Wahrzeichen der Stadt Berlin, dem Brandenburger Tor, und dem Symbol der Olympischen Spiele, den fünf ineinander geschlungenen Ringen. Das Abzeichen erlaubte eine Kombination mit verschiedenfarbigen Bändern und war gleichzeitig mit einem freien Feld versehen, in das die Gruppenbezeichnung der Träger eingraviert wurde. Als Metall wurde Tombak, altversilbert, gewählt. Die Herstellung übernahm die Firma Lauer, Nürnberg. Sie löste zur Zufriedenheit die nicht leichte Aufgabe, die infolge der überaus starken Beteiligung benötigten Mengen von 14 000 Abzeichen rechtzeitig bis zur Eröffnung der Spiele herzustellen.

Nachdem bereits seit dem Jahre 1935 die Olympischen Ringe als Werbenadel für die Spiele in den Verkauf gekommen waren und einen Gesamtabsatz von 400 000 Stück gefunden hatten, beschloß das Organisationskomitee, vom Tage der Eröffnung der Spiele an ein Besucher-Abzeichen zum Verkauf zu bringen, das von jedem gekauft werden konnte. Der Entwurf wurde wiederum Prof. Raemisch übertragen, der hierfür ebenfalls die Symbole von Berlin und der Olympischen Spiele, aber in umgekehrter Folge wie beim Olympia-Abzeichen, verwandte. So entstand ein besonders hübsches Abzeichen, das inTombak, elfenbeinfarbig emailliert, in einer Auflage von 675000 Stück verkauft wurde. Das gleiche Abzeichen in vergrößerter Form fand als Auto-Plakette Verwendung, die in beschränktem Umfange zum Verkauf kam.“

Im offiziellen Bericht ist von Walter Raemisch die Rede, tatsächlich hieß er Waldemar mit Vornamen.

Teilnehmerabzeichen „Segelflug“ | Spiele der XI. Olympiade 1936, Berlin

Inventarnummer: 88/946

Teilnehmerabzeichen zur Demonstrationssportart „Segelflug“ bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Als Segelflugplatz entschied man sich für den Flughafen Staaken, der zwischen Olympischen Dorf und Olympiastadion lag. Insgesamt nahmen sieben Nationen an dem Wettbewerb teil, darunter Italien, Österreich, Schweiz, Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien und Deutschland.

Ignaz Stiefsohn, Teilnehmer aus Österreich, erlitt während eines Probeflugs, vor der eigentlichen Vorführung, einen Flügelbruch und verunglückte tödlich.

Teilnehmerabzeichen “Segeln” | Spiele der XI. Olympiade 1936, Kiel

Inventarnummer: 88/945

Teilnehmerabzeichen zu den Segelwettbewerben bei den Olympischen Spielen 1936. Die olympischen Segelwettbewerbe fanden auf der Kieler Förde statt. Gestartet wurde in vier Klassen, der Olympia-Einheitsjollen-Klasse, der Internationalen Star-Klasse, der Internationalen 6-m-R-Klasse und der Internationalen 8-m-R-Klasse (in dieser Klasse startete Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, der zusammen mit Howaldt, Scheder-Beeschin, Mohr und Wachs die Bronzemedaille errang).
Die Segelwettbewerbe begannen mit dem Eintreffen des olympischen Feuers am 3. August und endeten mit einer Abschlussfeier am 12. August 1936.