Siegermedaille | Spiele der V. Olympiade 1912, Stockholm

Inventarnummer: 92/825

Siegermedaille von den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm. Das Aussehen der Vorderseite wurde von der Siegermedaille der Olympischen Spiele 1908 in London übernommen. Abgebildet ist ein nackter siegreicher Athlet, der von zwei Göttinnen mit einem Lorbeer geschmückt wird (Entwurf von Bertram MacKennals).

Für die Rückseite konnte der schwedischen Bildhauer und Graveur Erik Lindberg gewonnen werden, der auch die Nobel-Preis-Medaille kreierte. Als Motiv wurde ein Herold gewählt, der die Olympischen Spiele ausruft. Hinter ihm befindet sich auf einem Sockel die Büste von Pehr Henrik Ling, dem Begründer der schwedischen Gymnastik, dazu als Umschrift: „Olympiska Spelen i Stockholm“.

Die Sieger in den Einzelwettbewerben erhielten eine Goldmedaille aus purem Gold, während die Mannschaftsdisziplinen mit einer vergoldeten Silbermedaille vorlieb nehmen mussten. Doch auch hier gab es noch weitere Spezifikationen, so erhielt das Tennis-Doppel, die Mannschaftswettbewerbe im Reiten und der Sieger im Segelwettbewerb in der 12-Meter-Klasse (hier der Skipper und der erste Steuermann bzw. Assistent) echtes Gold.

Bei der Fa. C.C. Sporrong & Co in Stockholm wurden 90 Gold-, 200 vergoldete, 285 Silber- und 270 Bronzemedaillen gefertigt. Zudem beauftragte man die Fa. Ernström & Medberg, blaue, goldene, rote und grüne Lederetuis für die jeweilige Medaille zu liefern.

Siegermedaille | Spiele der V. Olympiade

Menükarte „Skridskobankett“ | Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 1934

Inventarnummer: 97/536

Menükarte des „Skridskobankett“ zum Abschluss der Herrenkonkurrenz bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 1934 in Stockholm. Die Weltmeisterschaft wurde gesplittet in die Damen- Herren- und Paarkonkurrenz. Die Damenkonkurrenz fand vom 10. bis 11. Februar 1934 in Oslo/Norwegen statt, die Herrenkonkurrenz vom 16. bis 18. Februar 1934 in Stockholm/Schweden und die Paarkonkurrenz wurde am 23. Februar 1934 in Helsinki/Finnland ausgetragen. Weltmeisterin bei den Damen wurde Sonja Henie aus Norwegen, Weltmeister bei den Herren wurde Karl Schäfer aus Österreich, im Paarlauf war das ungarische Gespann Emilie Rotter und László Szollás erfolgreich.

Auf der Rückseite der Menükarte sind Original-Unterschriften einiger Teilnehmer der Weltmeisterschaft aller Konkurrenzen, darunter (v.o.n.u):

Ester Bornstein/Dänemark – 12. Platz/Damen
Marcus Nikkanen/Finnland – 4. Platz/Herren
Nanna Egedius/Norwegen – 8. Platz/Damen
Grete Lainer/Österreich – 6. Platz/Damen
Karl Zwack/Österreich – 2. Platz/Paarlauf (mit Idi Papez)
Erich Erdös/Österreich – 3. Platz/Herren
Vivi-Anne Hulten/Schweden – 4. Platz/Damen
Ernst Baier/Deutschland – 2. Platz/Herren
Mollie Phillips/USA – 9. Platz/Damen
Gail Bordan/USA – 8. Platz/Herren
Liselotte Landbeck/Österreich – 2. Platz/Damen
Maribel Vinson/USA – 5. Platz/Damen
Karl Schäfer/Österreich – 1. Platz/Herren
Emilie Rotter/Ungarn – 1. Platz/Paarlauf (mit László Szollás)
Maxi Herber/Deutschland – 7. Platz/Damen
Idi Papez/Österreich – 2. Platz/Paarlauf (mit Karl Zwack)
Graham Sharp/GB – 6. Platz/Herren

Die Menuekarte ist ausgestellt auf die WM-Teilnehmerin Edith Michaelis aus Deutschland, sie errang den 11. Platz in der Damenkonkurrenz.