Siegermedaille | Spiele der V. Olympiade 1912, Stockholm

Inventarnummer: 92/825

Siegermedaille von den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm. Das Aussehen der Vorderseite wurde von der Siegermedaille der Olympischen Spiele 1908 in London übernommen. Abgebildet ist ein nackter siegreicher Athlet, der von zwei Göttinnen mit einem Lorbeer geschmückt wird (Entwurf von Bertram MacKennals).

Für die Rückseite konnte der schwedischen Bildhauer und Graveur Erik Lindberg gewonnen werden, der auch die Nobel-Preis-Medaille kreierte. Als Motiv wurde ein Herold gewählt, der die Olympischen Spiele ausruft. Hinter ihm befindet sich auf einem Sockel die Büste von Pehr Henrik Ling, dem Begründer der schwedischen Gymnastik, dazu als Umschrift: „Olympiska Spelen i Stockholm“.

Die Sieger in den Einzelwettbewerben erhielten eine Goldmedaille aus purem Gold, während die Mannschaftsdisziplinen mit einer vergoldeten Silbermedaille vorlieb nehmen mussten. Doch auch hier gab es noch weitere Spezifikationen, so erhielt das Tennis-Doppel, die Mannschaftswettbewerbe im Reiten und der Sieger im Segelwettbewerb in der 12-Meter-Klasse (hier der Skipper und der erste Steuermann bzw. Assistent) echtes Gold.

Bei der Fa. C.C. Sporrong & Co in Stockholm wurden 90 Gold-, 200 vergoldete, 285 Silber- und 270 Bronzemedaillen gefertigt. Zudem beauftragte man die Fa. Ernström & Medberg, blaue, goldene, rote und grüne Lederetuis für die jeweilige Medaille zu liefern.

Siegermedaille | Spiele der V. Olympiade

Goldmedaille | IV. Olympische Winterspiele 1936, Garmisch-Partenkirchen

Inventarnummer: 90/509

Goldmedaille von den IV. Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen. Die Siegermedaille wurde von dem Künstler Richard Klein aus München entworfen und bei der Firma Deschler und Sohn hergestellt. Die Medaille hat einen Durchmesser von 100 mm, die Bronzemedaille wiegt 296.5 Gramm, die Silbermedaille 322 Gramm und die Goldmedaille 323 Gramm.

Auf der Vorderseite sieht man einen antiken Rennwagen mit Siegesgöttin, rechts vom Wagenende sind die Initialen des Künstlers angeordnet. In der unteren Hälfte sind vor einer Tafel die Sportgeräte der Wettbewerbe der Winterspiele zu sehen: Bob, Ski, Schlittschuhe und Eishockeyschläger, am unteren Rand befindet sich die Inschrift „Garmisch-Partenkirchen. Auf der Rückseite befinden sich die olympischen Ringe und die Umschrift „IV. Olympische Winterspiele 1936“.

Siegermedaille von Ioannis Georgiadis | Spiele der I. Olympiade 1896, Athen

Inventarnummer: 07/166

Siegermedaille von den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite die Athener Akropolis mit Parthenon und Propyläen. Auf der Rückseite ist der Kopf von Zeus zu sehen, in seiner rechten Hand hält er eine Kugel, auf der eine Siegesgöttin mit einem Ölzweig steht. Die Medaille wurde mit einer Auflage von jeweils 40 Exemplaren in Silber und Kupfer in der Monaie de Paris geprägt.

Die hier abgebildete Medaille stammt von Ioannis Georgiadis, er gewann den Wettbewerb im Säbelfechten.

Die Öse am oberen Rand wurde nachträglich angebracht.

 

Silbermedaille | Spiele der XIV. Olympiade 1948, London

Invebtarnummer: 91/331

Silbermedaille von den Olympischen Spielen 1948 in London. Gestaltet und geprägt wurde die Medaillen bei der Fa. John Pinches Ltd. Gestalterisch wurde seit den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam die von Cassioli entworfene Siegermedaille verwendet. Auf der Vorderseite links sitzt eine Victoria. In der rechten erhobenen Hand hält sie einen Lorbeerkranz und in der linken einen Palmzweig. Auf der Rückseite wird eine Szene der antiken Olympischen Spiele dargestellt. Der Athlet auf der Schulter soll Diagoras aus Rhodos sein, er war der Stammvater der berühmtesten antiken Athletenfamilie. Er siegte bei den Spielen der 79. Olympiade im Faustkampf. Seine Söhne Akusilaos und Damagetos siegten ebenfalls im Faustkampf, auch sein jüngster Sohn Dorius siegte in dieser Disziplin. Die Rückseite der Cassioli-Medaille wurde bis 1968 verwendet.

91-331

Goldmedaille | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 06/741-1

Goldmedaille von den Olympischen Spielen 1972 in München. Erstmals seit 1928 wurde die Rückseite der Siegermedaillen neu gestaltet, verschiedene Künstler reichten Entwürfe ein. Das OK wählte den Vorschlag von Gerhard Marcks, einem der letzten lebenden Meister des Bauhauses. Als Motiv hatte er die Schulzpatrone der Kampfspiele und der Freundschaft Castor und Pollux gewählt.
Erstmals bei Olympischen Spielen ersetzte eine Kette das bisher übliche Seidenband. 90 cm lang wurden Ankerglieder aus 7,5 mm dickem Messing-Material aneinandergefügt und über eine Öse an die Medaille angeschraubt. Sie wurden je nach dem Farbton der Medaille bronziert, versilbert oder vergoldet.
Zum ersten Mal wurden auf dem Medaillenrand der Wettbewerb, der volle Name des Siegers und seine Nationalität eingeprägt, insgesamt wurden 1109 Medaillen hergestellt.

06-741-1