PUMA Werbeheft zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954

Inventarnummer: 18/30

Werbeheft des Sportartikelherstellers PUMA, das im Nachgang zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz erschien.

Auch wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 mit den Konkurrenzprodukten von Adidas spielte, wird hier für den „PUMA-Dassler-Fußballstiefel“ geworben. Mannschaften wie Ungarn (Favorit auf den WM-Titel) und Uruguay (diese spielten mit dem PUMA Brasil) vertrauten auf die Produkte von Rudolf Dassler = PUMA.

Die ungarische Nationalmannschaft schreibt: „Wir freuen uns natürlich, im internationalen Fußball eine führende Rolle zu spielen und wissen deswegen auch den Wert eines guten Handwerkzeugs, wie zum Beispiel den hervorragenden PUMA-Fußballstiefel, zu schätzen. Wir sind von den Vorzügen, nämlich dem leichten Gewicht, der vorzüglichen Paßform und vor allem von dem wirklich wunderbaren Schraubstollen-System, begeistert und spielen deswegen gerne mit dem Schuh.“

PUMA Werbeblatt | Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1954

Inventarnummer: 14/26-1

Werbeblatt der PUMA-Schuhfabrik Rudolf Dassler aus dem Jahr 1954, beworben wird der „Fußballstiefel Brasil“, auch mit Schraubstolle, der dem Deutschen Meister, Hannover 96, zum Sieg verhalf.

Werbetext:
„So war es in Hamburg beim Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1954 – PUMA war wieder dabei!
Wie konnte es anders sein – die Mannschaft des neuen Deutschen Meisters Hannover 96 spielte auch mit PUMA-Fußballstiefeln!
PUMA-Fußballstiefel auch mit dem bewährten und den Regeln entsprechenden Schraubstollen sind in den Fachgeschäften bereits ab DM 22.- erhältlich.“

Abgedruckter Brief des „Sporthauses Leder-Deschke“ an die PUMA Schuhfabrik: „Es dürfte Sie interessieren, daß ich als Lieferant und Mitglied des Deutschen Fußballmeisters Hannover 96 in der letzten Spielsaison ca. 28 PUMA-Fußballstiefel „Brasil“ ausgeliefert habe. U.a. sind folgenden Spielern der Meister-Elf Puma „Brasil“ angepasst worden: Skotz, Krämer,  Wewetzer, Bothe, Zielinski, Kirk, Gehrke, Müller.
Betonen möchte ich noch, daß ich den Ausscheidungsspielen um die Deutsche-Meisterschaft vorwiegend die Puma-Schraubstollen ausgeliefert habe.
Ich hoffe, Ihnen damit eine Freude gemacht zu haben und darf gleichzeitig an die sofortige Auslieferung meiner sämtlichen Rückstände erinnern.“

Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1954 | PUMA Werbeblatt

Werbeblatt „PUMA Fußballstiefel“, 1950er Jahre

Inventarnummer: 14/26

Werbeblatt der PUMA-Schuhfabrik Rudolf Dassler aus dem Jahr 1952, beworben werden die Fußballstiefel Super Atom, Rekord, Spitzenklasse und der PUMA Allroundstiefel.

Werbetext:
„Anno Tobak wars noch so….
Damals noch vor 30 jahren galt der Spieler als gut, der am weitesten den Ball schoß.
Damals mußten noch klobige, stahlharte Kappen ihre Arbeit tun. Der Ball wurde „hart“ gespielt, elastische Ballführung war wenig ausgeprägt. Der Ball konnte sich kaum an den Fuß anschmiegen.

Heute ist man weiter! Heute klopft der Spitzenspieler seine Stiefelkappen weich. Dem trägt PUMA seit langem durch besonderen Bau der Vorderkappe Rechnung.
PUMA Fußballstiefel befähigen durch elastisch-federnde Kappen zu flüssigem Zuspiel des Balles, erhöhen das Ballgefühl und führen zu dem unwiderstehlichen, genau berechneten Ristschuß des Spitzenkönners. PUMA geht mit der Zeit – nutze es!“

Auf der Rückseite befinden sich Informationn zu den „…Favoriten aus der umfangreichen PUMA-Kollektion“, dazu Stollenkunde, Erläuterungen zur Patentschnürung DRPa und die „10 Gebote für den Fußballspieler“.

Werbeblatt "PUMA Fußballstiefel", 1952

Puma Fußballschuh “Atom”

Inventarnummer: 08/399

PUMA-Fußballschuh mit genagelter Vorwerk-Zwillingsstolle aus dem Jahr 1948/49. Es handelt sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach um das Modell „Atom“.
Aus einem PUMA-Pressetext: “PUMA-Firmengründer Rudolf Dassler beginnt bereits 1948 – kurz nach Gründung des Unternehmens – mit der Entwicklung von neuartigen Fußballschuhen, die einen optimalen Einsatz bei jedem Wetter und verschiedensten Bodenverhältnissen gewährleisten.
Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist der PUMA-Fußballschuh „ATOM“, den Dassler bereits 1948/49 auf den Markt bringt. Der deutsche Nationalspieler Herbert Burdenski erzielt im Spiel gegen die Schweiz am 22. November 1950 mit dem „ATOM“ das erste Nachkriegstor und gleichzeitig den Siegtreffer für Deutschland.“

08-399

Puma Spike „Roma“ | Armin Hary – Spiele der XVII. Olympiade 1960, Rom

Inventarnummer: 12/32

Puma Spike „Roma“, es handelt sich um das Modell (der eigentlich Schuh unterschied sich nur marginal) welches Armin Hary bei den Olympischen Spiele 1960 in Rom trug. Der „Roma“ wurde bereits 1959 von Rudolf Dassler entwickelt, er beinhaltet zwei neue Patente, zum einen die rote Puma-Nylon Ballenstütze, sie sorgt für:
– besseren Halt in Kurven bei 200-m und 4×100-m,
– eine schnellere Abdruckstellung des Fußes,
– fast keine Abnutzung des hochwertigen Obermaterials aus Känguruleder.

und die neue PUMA Dornenstellung:
– für besseren Halt in Kurven bei 200-m und 4×100-m.

Olympische Spiele in Rom, 1. September 1960, Entscheidungstag über die 100-m, 17:30 Uhr – Finallauf. Die Auslosung der Bahnen ergab, Armin Hary auf Bahn 6, Peter Radford (GBR) auf Bahn 5, Enrique Figuerola (Kuba) auf Bahn 4, Frank Budd (USA) auf Bahn 3, Otis Ray Norton (USA) auf Bahn 2 und Dave Sime (USA) auf Bahn 1.

Die Läufer machen sich bereit, sie nehmen ihre Startposition ein, der Starter gibt das Kommando, dann fällt der Startschuss…, kurz darauf ein zweiter Schuss, Fehlstart. Neben Hary ist nur Sime gestartet, nach einem kurzen Moment ist klar, kein Läufer hat einen Fehlstart verursacht, Armin Hary erinnert sich: “Offenbar war es dem Starter nicht ruhig genug, oder er hatte selbst ein Geräusch verursacht, daß Sime zum Start veranlaßte”.

Wieder machen sich die Läufer bereit, der Starter gibt abermals das Kommando, aber auch dieser Lauf wird abgebrochen, Fehlstart Hary.

In die Vorbereitungen des dritten Starts hebt der Kubaner Figuerola die Hand, sein Startblock hatte sich gelöst.

Zum vierten Mal machen sich die Läufer bereit, zum dritten Mal gibt der Starter das Kommando, diesmal geht alles glatt. Armin Hary schreibt in seinen Aufzeichnungen “10,0″ : “Und ich laufe – laufe – laufe… und sehe nur die beiden Striche, die meine Bahn begrenzen. Ich laufe wie um mein Leben… ich bin vorn! Doch von weit links droht Gefahr. Ich kann nicht genau beobachten, was da vorgeht, denn mein Gesicht ist dem Zielband zugewandt… Sime ist das, der ganz links heranrollt… mit letzter Anstrengung werfe ich mich ins Ziel”. (Copress Verlag München, 1961, S. 165)

Für ein Moment ist unklar wer gewonnen hat, Armin Hary ist davon überzeugt, dass er es war, der als Erster das Zielband mit der Brust berührt hat. Quälende Minuten, dann ist es offiziell, Armin Hary ist Olympiasieger, Dave Sime wird zeitgleich Zweiter, der Brite Peter Radford läuft auf Platz 3.

Bis heute gelang es keinem weiteren Deutschen, diesen Erfolg zu wiederholen. Es war der erste Olympiasieg in der Leichtathletik seit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.

12-32-1

Zürich | Letzigrund-Stadion | 21. Juni 1960
Bereits 72 Tage vor dem gewonnenen Finale in Rom sorgte Armin Hary für weltweite Schlagzeilen. Am 21. Juni 1960 lief der blonde Saarländer im Züricher Letzigrund-Stadion, diesmal in Adidas-Spikes, als erster Mensch die 100-m in 10,0 Sekunden; doch auch das nicht ohne Hindernisse.
Nachdem Hary den ersten Lauf souverän in neuer Weltrekordzeit von 10,0 Sekunden gewonnen hatte, schaltete sich die Jury ein. Angeblich startete Hary zu früh, Fehlstart, der Starter gab zu, aus Nervosität die Läufer nicht „zurückgeschossen“ zu haben, das Rennen wurde annulliert.

Gustav Schwenk, ein deutscher Journalist und Fachmann in Sachen Wettkampfbestimmungen, gibt Armin Hary zu verstehen, dass nur der Starter einen Fehlstart direkt und unmittelbar erkennen und das Rennen abbrechen kann, nicht das Schiedsgericht nach Beendigung des Laufes. Beide gehen zu den Schiedsmännern, nach regen Diskussionen einigt man sich auf einen zweiten Lauf. Damit der Lauf gewertet werden kann, müssen mindestens drei Läufer antreten. Der Kölner Jürgen Schüttler und der Schweizer Heinz Müller erklären sich bereit, ein zweites Mal anzutreten.

Armin Hary startete überragend, schnell kann er sich absetzen, das Publikum feuert Hary frenetisch an, dann die Ziellinie. Nach einem kurzen Moment des Bangens, die Zeitnehmer schauen ungläubig auf ihre Stoppuhren, wird bekannt gegeben, dass auch der zweite Lauf in neuer Weltrekordzeit von 10,0 Sekunden absolviert wurde, Armin Hary ist überglücklich.

Der Puma Spike „Roma“ ist Teil der Dauerausstellung des Deutschen Sport & Olympia Museums.

 

Das Olympiastadion in Rom…


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Puma Fußballschuh „Super Atom“

Inventarnummer: 90/60

Aus einem Puma-Pressetext:

„PUMA-Firmengründer Rudolf Dassler beginnt bereits 1948 – kurz nach Gründung des Unternehmens – mit der Entwicklung von neuartigen Fußballschuhen, die einen optimalen Einsatz bei jedem Wetter und verschiedensten Bodenverhältnissen gewährleisten. Dafür wird das Profil der Schuhe verändert und die Stollen werden nicht mehr, wie bisher üblich, mit der Sohle vernagelt, sondern lassen sich an- und abschrauben.

Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist der PUMA-Fußballschuh „ATOM“, den Dassler bereits 1948/49 auf den Markt bringt. Der deutsche Nationalspieler Herbert Burdenski erzielt im Spiel gegen die Schweiz am 22. November 1950 mit dem „ATOM“ das erste Nachkriegstor und gleichzeitig den Siegtreffer für Deutschland. Nach zweijähriger Entwicklungszeit, in der  Dassler an der Schraubstollentechnik – unter anderem in Zusammenarbeit mit Fußball-Experten wie Sepp Herberger – gearbeitet hat, erproben bereits 1951 erfahrene Spieler aus unterschiedlichen Ligen die revolutionäre Neuentwicklung. Ein Jahr später beginnt PUMA mit der serienmäßigen Produktion des neuen Schraubstollenschuhs, dem „SUPER ATOM“. Die erste Auslieferung der PUMA Schraubstollenschuhe an Spitzensportler und führende Sportfachgeschäfte erfolgt zum Start der deutschen Fußballsaison 1952/53, in der sie auch erstmals auf dem Spielfeld eingesetzt werden. Aus der Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern, die am 21. Juni 1953 Deutscher Fußballmeister wird, tragen insgesamt sieben Spieler die PUMA-Schraubstollenschuhe. Darunter sind Horst Eckel und Werner Liebrich, die aufgrund herausragender sportlicher Leistungen in die deutsche Nationalelf aufgenommen werden. PUMA weist  1953 in einer Anzeigenkampagne auf den erfolgreichen Einsatz des „SUPER ATOM“ bei Deutschlands Fußball-Elite hin.“

90-60