Plakat | „1000 kms de Paris“| Graf Berghe von Trips

Plakat zur Rennsportveranstaltung „1000 kms de Paris“ mit der Abbildung von Graf Berghe von Trips. Das Rennen fand am 23. Oktober 1960 südlich von Paris statt.

1956 wurde auf dem Ovalkurs von Montlhéry zum ersten Mal ein Langstreckenrennen über die Distanz von 1000 Kilometer ausgefahren. In den folgenden Jahren versuchten die Verantwortlichen des Automobile Club de l’Île-de-France mehrmals vergeblich ein weiteres Rennen zu veranstalten. Erst 1960 konnten die notwendigen finanziellen Mittel beschafft werden, um die zweite Rennveranstaltung unter diesem Namen abhalten zu können.

Ausgeschrieben wurde das Rennen für drei GT-Klassen und endete mit einem Doppelsieg der Ecurie Francorchamps. Lucien Bianchi und Olivier Gendebien siegten auf einem Ferrari 250 GT SWB mit einem Vorsprung von 1 Minute und 20 Sekunden vor den Team- und Markenkollegen Willy Mairesse und Wolfgang Graf Berghe von Trips.

Plakat Austragungsort Paris | 7. UEFA-Europameisterschaft 1984, Frankreich

Inventarnummer: 88/89-1010

Plakat von der 7. UEFA-Europameisterschaft 1984 in Frankreich. Geworben wird für den Austragungsort Paris, Parc des Princes, dort fand das Eröffnungsspiel und das Finale statt.

Im Eröffnungsspiel standen sich Frankreich und Dänemark gegenüber, Dänemark verlor knapp mit 1:0, in der 78. Spielminute traf Michel Platini für die Franzosen.

Das Endspiel der Europameisterschaft gewann Frankreich gegen Spanien mit 2:0. Eingeleitet wurde die Niederlage der Spanier durch einen fatalen Torwartfehler von Luis Arconada. Nach einem Freistoß von Michele Platini in der 57. Minute konnte Arconada  den Ball nicht festhalten, im Zeitlupentempo überschritt der Ball die Torlinie. In der 90. Minute konnte Bruno Bellone auf 2:0 erhöhen.

Für Frankreich war es der erste große Titel im Fußball überhaupt. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte nur eine Endrundenteilnahme bei der ersten Fußball-Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay und bei der ersten Fußball-Europameisterschaft 1960 im eigenen Land erzielt werden.

Gestaltet wurde das Plakat Michel Granger.

Reithose Andrasch Starke | Prix de l’Arc de Triomphe 2011

Inventarnummer: 11/137

Reithose von Andrasch Starke, getragen beim 90. Prix de l’Arc de Triomphe 2011. Starke siegte auf Danedream vor Shareta (Thierry Jarnet) und Snow Fairy (Frankie Dettori) mit fünf Längen Vorsprung in neuer Bestzeit von 2:24.49 min. Starke ist der erste deutsche Reiter der den legendären „Arc“ gewinnen konnte. Der Prix de l’Arc de Triomphe wird seit dem 3. Oktober 1920 auf der Pariser Pferderennbahn Longchamp im Bois de Boulogne ausgetragen. Es gilt neben dem „Epsom Derby“ in England und dem „Kentucky Derby“ in den USA als eins der prestigeträchtigsten Pferderennen der Welt.

Andrasch Starke, in Hanstedt geboren, gilt als bester deutscher Jockey. Er siegte fünf mal beim Deutschen Derby (1998, 2000, 2002, 2006 und 2008) und gewann in den Jahren 1998 – 2001, 2003 das Deutsche Jockey-Championat. Mit dem Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe krönte er seine bisherige Karriere.

Offizielles Plakat | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 92/1088

In einem Wettbewerb wurden insgesamt 150 Entwürfe  für das offizielle Plakat zu den Olympischen Spielen 1924 in Paris eingereicht, das Organisations-Komitee wählte zwei Arbeiten aus. Der erste Plakatentwurf stammt von Jean Droit, er zeigt Athleten mit dem olympischen Gruß vor der französischen Flagge (siehe Abbildung unten). Der zweite Entwurf stammte vom Künstler Orsi, er zeigt einen Speerwerfer vor der Silhouette von Paris. Beide Plakate wurden in einer Auflage von jeweils 10.000 Exemplaren gedruckt.

Fotografie Harold Maurice Abrahams | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 07/173

Fotografie des britischen Sprinters und Weitspringers Harold Maurice Abrahams. Abrahams wurde Olympiasieger im 100-m-Lauf bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris, er gewann vor dem US-Amerikaner Jackson Scholz  und dem Neuseeländer Arthur Porritt in 10:06 Sek. Eine weitere Medaille errang er mit der britischen 4×100-m-Staffel, zusammen mit William Nichol, Walter Rangeley und Lancelot Royle sprintete er zur Silbermedaille.
Harold Maurice Abrahams war auch im Weitsprung außerordentlich erfolgreich, im Jahr 1924 stellte er mit 7,38 m einen britischen Rekord auf, der erst 1956 überboten wurde.

Fotografie Frederick Morgan Taylor | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 97/173-1

Fotografie des US-amerikanischen Leichtathleten Frederick Morgan Taylor. In seiner Paradedisziplin, dem 400-m-Hürdenlauf, konnte er bei drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen Medaillen erringen.
Mit 52,6 s wurde er 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris Olympiasieger (vor dem Finnen Erik Vilen in 53,8 s und seinem Landsmann Ivan Riley in 54,1 s), dies war Weltrekord. Aufgrund einer umgerissenen Hürde konnte der Weltrekord nicht gewertet werden, was den damaligen Regeln entsprach.
1928 in Amsterdam und 1932 in Los Angeles lief er jeweils auf Platz 3. Zudem war er in Los Angeles Fahnenträger der US-amerikanischen Olympia-Mannschaft.

Fotografie Eric Liddell | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 07/173-2

Fotografie des schottischen Leichtathleten und Rugbyspielers Eric Liddell, hier abgebildet nach seinem Olympiasieg über die 400-m-Strecke bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris.
Liddell, als Sohn eines protestantischen Missionars in China geboren, besuchte mit sechs Jahren das Eltham College im Südosten Londons. Dort entwickelter er sich zu einem sehr guten Sportler, neben Cricket und Rugby erwies sich Liddell auch in diversen Laufdisziplinen als talentiert.

Ab 1921 studierte Liddell an der University of Edinburgh. In der Leichtathletik spezialisierte er sich auf die 100 Yards (91,44 m) und 220 Yards (201.168 m). 1924 wurde er in 9,7 bzw. 21,6 Sekunden britischer Meister über beide Strecken. Mit dieser Leistung qualifizierte sich Liddell für die Olympischen Spiele 1924 in Paris.

Eric Liddell sollte  über die 100-m starten, da jedoch die Vorläufe an einem Sonntag stattfanden, war eine Teilnahme für den tiefgläubigen Christen unmöglich. Der Zeitplan der Olympischen Spiele wurde im Vorfeld veröffentlicht, Liddell entschied sich für die 400-m-Strecke, da die Vorläufe und das Finale an Werktagen stattfanden. Eric Liddell gewann nicht nur das Rennen, sondern brach den bestehenden Weltrekord in einer Zeit von 47,6 Sekunden.


Finallauf 400 m, Liddell ganz links…

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Erinnerungsmedaille | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 86/84

Erinnerungsmedaille von den Olympischen Spielen 1924 in Paris. Die von Raoul Benard entworfene Medaille hat einen Durchmesser von 55 mm, ein Gewicht von 72 gr. und wurde in einer Auflage von 9.500 Exemplaren produziert. Auf der Vorderseite sieht man eine Siegesgöttin die einem Athleten einen Lorbeerkranz auf den Kopf setzt. Die Rückseite zeigt die Silhouette von Paris, zu erkennen sind Notre Dame, Ile de la Cité und Pont Neuf.

86-84

Silbermedaille | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 91/330

Silbermedaille von den Olympischen Spielen 1924 in Paris. Sechs Medailleure reichten Entwürfe zur Gestaltung der Medaille ein. Um die Motivation zu steigern, winkte dem Sieger eine Prämie von 15.000 France. Die Commission des Arts et Realations Extérieur, unter dem Vorsitz von IOC-Mitglied Marquis Melchior Polignac, entschied sich im dritten Wahlgang für die Arbeit von André Rivaud.
Auf der Vorderseite sieht man zwei antike Athleten, darunter, erstmals auf einer olympischen Medaille, die olympischen Ringe. Die Darstellung auf der Rückseite zeigt neben einer Harfe diverse Sportgeräte, darunter auch einige aus dem Wintersport. Die Medaille wurde in der Pariser Münze gegossen, in einer Auflage von 912 Exemplaren.

91-330

Erinnerungsmedaille IOC, 23. Juni 1924

Inventarnummer: 89/895

Zwei Erinnerungsmedaillen zum 30. Jahrestag des Beschlusses der Wiederaufnahme der Olympischen Spiele und der Gründung des IOC.
Auf dem internationalen Sportkongress vom 16. bis 23. Juni 1894 an der Sorbonne in Paris beschäftigte sich eine Kommission, geleitet von Pierre de Coubertin, mit der Wiedereinführung der Olympischen Spiele. Am 23. Juni 1894, dem letzten Kongresstag, beschlossen die Teilnehmer die Olympischen Spiele 1896 in Athen stattfinden zu lassen und gingen so über Coubertins Vorstellung hinaus die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1900 in Paris auszutragen. Gleichzeitig erfolgte die Gründung eines Internationalen Olympischen Komitees, das fortan als „Besitzer“ der Spiele fungieren sollte.