Fotografie Ingrid Engel-Krämer | Spiele der XVIII. Olympiade 1964, Tokio

Inventarnummer: 11/06-2

Fotografie von der Wasserspringerin Ingrid Engel-Krämer (* 29. Juli 1943 in Dresden) bei der Siegerehrung im Wettbewerb vom 3-m-Brett. Ingrid Engel schrieb schon 1960, bei den Olympischen Spielen in Rom, Sportgeschichte. Sie gewann in beiden Wassersprungdisziplinen (3-m-Brett, 10-m-Turm) die Goldmedaille. Damit unterbrach sie die Siegesserie der US-amerikanischen Springerinnen, die seit 1924 durchgehend beide Wettbewerbe gewonnen hatten. 1964, bei den Olympischen Spielen in Tokio, war sie Fahnenträgerin der gesamtdeutschen Mannschaft. Insgesamt wurde sie vier Mal zur DDR-Sportlerin des Jahres gewählt. Interessant dabei, dass sie 1960 sowohl in der DDR, als auch in der Bundesrepublik zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde.

Bildbeschriftung:
„XVIII. Olympische Sommerspiele Tokio 1964 – Goldmedaille für Ingrid Engel-Krämer – Im Kunstspringen der Damen wiederholte die DDR-Springerin Ingrid Engel-Krämer am 12.10.1964 im National Gymnasium in Tokio ihren großartigen Erfolg von Rom. Nach der feierlichen Siegerehrung v.l.n.r.: Jeanne Collier (Silber, USA), Ingrid Engel-Krämer und Mary Willard (Bronze, USA).“

Teilnehmermedaille | Olympia-Ausscheidungskämpfe 1960

Inventarnummer: 09/153

Teilnehmermedaille der Olympia-Ausscheidungskämpfe im Ringen (griechisch-römisch) für die Olympischen Spiele 1960 in Rom. Die Wettkämpfe der gesamtdeutschen Olympiamannschaft fanden am 18. bis 19. Juni 1960 in Saarbrücken statt.
Ausrichter war der DAB (Deutscher Athleten-Bund), Dachverband für die Disziplinen Ringen, Gewichtheben, Rasenkraftsport und Kunstkraftsport.

Kleidung gesamtdeutsche Mannschaft | Spiele der XVIII. Olympiade 1964, Tokio

Inventarnummer: 10/260

Jacke als Teil eines Trainingsüberanzuges der gesamtdeutschen Mannschaft von den Olympischen Spielen 1964 in Tokio. Der Entwurf stammt vom Deutschen Modeinstitut (West), gefertigt wurde bei der Fa. Synthetex in Lichtentanne (Ost). Damaliger Werbetext: „Für die Olympischen Sommerspiele in Tokio wurden diese Trainingsüberanzüge entworfen. Die Jacken der Schutzanzüge sind in doppelter Ausführung, am Saum durch Gummi abschließend und am Ärmel mit Windfang gearbeitet, Entwurf: Deutsches Modeinstitut, Hersteller: Fa. Synthetex, Lichtentanne/Sachsen.“

Glückwunsch-Telegramm | Spiele der XVII. Olympiade 1960, Rom

Inventarnummer: 06/235

Glückwunsch-Telegramm an Ursula Küper von Walter Ulbricht (DDR) und Innenminister Gerhard Schröder (Bundesrepublik). Küper gewann die Bronzemedaille in der 4×100 Lagenstaffe bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom.

Bei den Olympischen Spielen 1956, 1960 und 1964 traten gesamtdeutsche Mannschaften an. Am 24. September 1949 erfolgte  in Bonn die Gründung des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland, es wurde vom IOC als Alleinvertreter für ganz Deutschland anerkannt (ohne das Saarland).
Die DDR erkannte den Alleinvertretungsanspruch des westdeutschen NOKs nicht an und gründete am 22.04.1951 ein eigenes Olympisches Komitee. Bei den Olympischen Spielen 1952  sollte eine gemeinsame deutsche Mannschaft unter Führung des westdeutschen NOKs teilnehmen, dies lehnte die DDR ab und so nahm kein Sportler aus der DDR an den Spielen teil.

Die vorläufige Aufnahme der DDR ins IOC erfolgte 1955 mit 27 zu 7 Stimmen, mit der Bedingung, dass DDR-Sportler und Athleten der Bundesrepublik für das Olympiajahr 1956 eine gemeinsame Mannschaft bildeten. Der Präsident des NOK der DDR Heinz Schöbel stimmte diesem Kompromiss zu.

Auf der 63. IOC-Sitzung in Madrid wurde eine unabhängige DDR-Mannschaft zugelassen. In der Folge traten bei den Olympischen Spielen im Jahr 1968 zwei getrennte deutsche Mannschaften an, die jedoch beide noch die Flagge mit den Olympischen Ringen und die Ode an die Freude als Hymne gemeinsam hatten.

Die Spiele von München waren die ersten Sommerspiele, an denen die Mannschaften der DDR und der BRD vollkommen unabhängig voneinander teilnahmen. Die DDR erreichte mit 20 Goldmedaillen die dritte Position im Medaillenspiegel, vor der BRD mit 13 Goldmedaillen.

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