Plakat „Fußball“ | Spiele der XXV. Olympiade 1992, Barcelona

Inventranummer: 15/10-3

Plakat von den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona zur Sportart Fußball. Die Spielstätten des Fußballwettbewerbs waren neben dem Camp Nou und dem Estadi Sarrià in Barcelona, das Estadio Nova Creu Alta in Sabadell, das La Romareda in Saragossa und das damalige Estadio Luis Casanova in Valencia. Es fanden keine Spiele im eigentlichen Olympiastadion statt.

Olympiasieger wurde Spanien vor Polen und Ghana.

Plakat

Das Endspiel fand im Camp Nou, dem Stadion des FC Barcelona statt.

Reglement Fußball | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 14/07-6

Reglement zum olympischen Fußballturnier bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Die Vorrundenspiele wurden vom 1. November 1970 bis zum 31. Mai 1972 absolviert. Die Endrunde begann am 27. August, das Endspiel sollte am 9. September ausgetragen werden. Aufgrund des Attentats auf die israelische Olympiamannschaft am 5. September, verschob sich das Fußballturnier um einen Tag, das Endspiel fand tatsächlich am 10. September statt. 14-07-6

Aus dem Reglement:

„1. Olympiastadion

80 000 Plätze, davon 44000 Sitzplätze, 36000 Stehplätze. Ehrengastbereich für 5000 Ehrengäste. Das Stadion hat ein beheiztes Spielfeld. Flutlichtanlagen und Anzeigetafeln für das örtliche Ergebnis und für die Ergebnisse der auswärts laufenden Spiele sind vorhanden. Für die Spieler stehen eine Aufwärmhalle und ein Aufwärmfeld zur Verfügung. Für die Presse stehen während des Olympischen Fußballturniers 1 000 Presseplätze bereit. Für Rundfunk -und Fernsehkommentatoren sind 140 Platzgruppen für je 3-4 Personen vorgesehen. Im Pressesubzentrum des Stadions stehen 20 Fernschreiber, 50 Telefonkabinen, Anschlüsse für Telebildübertragungen und Dunkelkammern zur Verfügung.

2. Augsburg

Das Rosenaustadion (Eigentümer die Stadt Augsburg) hat 44000 Plätze davon sind ca. 8000 Sitzplätze. Das Stadion liegt in einem Grüngürtel an der Wertach. Es ist mit Fahrzeugen, wie auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gut erreichbar. Für Ehrengäste stehen in einem gesonderten Bereich 140 Plätze und ein Imbißraum zur Verfügung. Im Stadion sind eine Flutlichtanlage und Anzeigetafeln für das örtliche Ergebnis und die auswärtigen Ergebnisse vorhanden. Im Pressebereich sind 60 Presseplätze mit Schreibplatte und 60 Presseplätze ohne Schreibplatte ausgewiesen. Bei den Presseplätzen sind 20 Telefone vorhanden. Im Pressesubzentrum stehen 10 Telefone, 5 Fernschreiber und 3 Anschlüsse für Telebildübertragung zur Verfügung.

3. Ingolstadt

Das Stadion des ESV Ingolstadt hat 15 500 Platze, davon sind 4 000 Sitzplatze. Das Stadion liegt in der Nähe des Hauptbahnhofes. Es ist fur Fahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel gut erreichbar. Für Ehrengäste stehen im Ehrengastbereich 100 Plätze zur Verfügung. Das Stadion hat keine Flutlichtanlage; eine Anzeigetafel sowohl für das örtliche Ergebnis als auch für die auswärtigen Ergebnisse ist vorhanden. Im Pressebereich sind ca. 40 Presseplätze mit Schreibplatte und Telefonen und 40 Presseplätze ohne Schreibplatte vorhanden. Im Pressesubzentrum (ca. 100 m von der Tribune entfernt) sind 5 Fernschreibanschlüsse, 10 Fernsprechanschlüsse und drei Anschlusse fur Telebildübertragung installiert.

4. Nürnberg

Das Städtische Stadion in Nürnberg verfügt über 65000 Plätze, davon sind 15 000 Sitzplätze. Das Stadion liegt am Ostrand der Stadt. Es ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Für den Ehrengastbereich werden in einem gesonderten Block der Tribüne 170 Plätze bereitgestellt. Das Stadion hat eine Flutlichtanlage. Eine Anzeigetafel sowohl fur das örtliche Ergebnis als auch für die auswärtigen Ergebnisse ist vorhanden. Auf der Tribüne sind 80 Presseplätze mit Tisch, davon 40 mit Telefon und 40 Presseplätze ohne Schreibplatte vorhanden. Im Presse-subzentrum unter der Tribune sind 5 Fernschreiber, 10 Telefone und drei Anschlüsse für Telebildübertragungen.

5. Regensburg

Das Stadion des SSV Jahn Regensburg liegt an der Prüfeninger Straße, einer sehr gut ausgebauten Ausfallstraße der Stadt nach Westen. Es hat eine Kapazität von 20 000 Zuschauern, davon sind 1 500 Sitzplätze. Für den Ehrengastbereich sind in einem gesonderten Block 100 Plätze reserviert. Das Stadion hat Flutlicht und eine Anzeigetafel sowohl für das örtliche Ergebnis als auch für die auswärtigen Ergebnisse. In der Mitte der Tribüne sind 40 Presseplätze mit Arbeitsplatte, davon 20 mit Telefon, vorhanden; weitere 40 Presseplätze ohne Schreibplatte stehen als normale Sitzplätze zur Verfügung. Im Pressesubzentrum, das in der Gaststätte unter der Tribune situiert ist, sind fünf Fernschreiber, 10 Telefonanschlüsse und drei Anschlüsse für Telebildübertragungen vorhanden.

6. Passau

Das Dreiflüsse-Stadion der Stadt Passau ist neu erbaut und wurde im Sommer 1969 eingeweiht. Es verfügt über ein Fassungsvermögen von 20 000 Zuschauern. Eine Tribune, die bis zum olympischen Fußballturnier fertiggestellt wird, bietet ca. 1 000 Sitzplätze. In einem abgetrennten Block dieser Tribune werden für die Ehrengäste 130 Plätze reserviert. 40 Presseplätze mit Arbeitsplatte und 40 Presseplätze in normaler Ausführung werden bereitgestellt. Im ebenfalls neu erbauten Sportheim des 1. FC Passau auf der gegenüberliegenden Seite der Tribüne sind das Pressesubzentrum, die Organisationsräume und die Kabinen fur die Rundfunk- und Fernsehkommentatoren untergebracht. In allen auswärtigen Stadien sind die Forderungen von Rundfunk und Fernsehen hinsichtlich der Kommentatorenplätze und der Arbeitsräume erfüllt. Es ist vorgesehen, in den Stadien Ingolstadt, Passau und Regensburg zusätzliche Stahlrohrtribünen mit Sitzplätzen zu errichten.“

Auszeichnung | „Silberner Fußballschuh“ für Jürgen Croy

Inventarnummer: 98/247

Mit dem „Silbernen Fußballschuh“ wurde in der DDR der beste Fußballer des Spieljahres geehrt. Jürgen Croy erhielt diese Auszeichnung in den Jahren 1971/72, 1975/76 (hier abgebildet) und 1977/78. Außerdem wurde er 1989 zum besten Fußballer „nach 40 Jahren DDR“ gewählt.

Weitere sportliche Höhepunkte:
– Sieger beim UEFA-Juniorenturnier 1965 (inoffizielle Europameisterschaft)
– DDR-Pokalsieger 1967, 1975
– Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1972 München
– Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 1974
– Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal
– Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger 1976, BSG Sachsenring Zwickau

 

 

 

Offizieller Spielball | 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Chile

Inventarnummer: 12/25

Mr. Crack, offizieller Spielball der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile. Der Ball trägt Signaturen der brasilianischen Nationalmannschaft, so z.B. von Jair da Costa. Hergestellt wurde der Ball bei Custadio Zamora im chilenischen San Miguel (Provinz Santiago).

Erstmalig kam die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Chile am 21. März 1961 in Santiago mit dem Spielball der WM in Berührung. Trotz eines Elfmeters für Deutschland, Albert Brülls verschoss weit über das chilenische Tor, ging das Spiel 1:3 verloren. Im Anschluss an die Begegnung beschwerte sich Brülls, dass der Ball zu leicht gewesen sei. Und tatsächlich, bei einer Überprüfung stellte sich heraus, das der Ball deutlich von den gebräuchlichen europäischen Normen abwich.

Nach dem verlorenen Länderspiel lies Sepp Herberger einige Bälle nach Deutschland importieren, um sich mit dem gelben Rindslederball vertraut zu machen. Uwe Seeler resümierte: „Man muss mit diesem Ball höllisch aufpassen; er steigt beim Torschuss. Nur, wenn man ihn voll trifft, hat er die Eigenschaften eines normalen Fußballs“. Auch Sepp Herberger äußerte sich äußerst kritisch: „Der Ball ist nicht lebendig; er hat keine Seele“.

Nach Kritik weiterer europäischer Mannschaften lies die FIFA den Ball offiziell untersuchen. Von 46 Bällen waren 25 nicht völlig rund, es wurden aufgeblähte Stellen festgestellt. Die Schweizer Mannschaft testete den Ball bei Nässe, nach Ablauf von 90 min. war er 250 g schwerer.

Trotz dieser Widrigkeiten erklärte die FIFA den Ball zum offiziellen Spielball. Um den Spielverlauf nicht zu gefährden, bestellte die FIFA vorsorglich 100 Bälle des Modells „Top-Star“, der bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden erfolgreich zum Einsatz kam. Es wurde die Regelung getroffen, wenn der Schiedsrichter in einem Spiel drei Bälle aus chilenischer Produktion als unzulänglich erklärte, der Ball aus schwedischer Produktion zum Einsatz kommen sollte.

 

Ort des Endspiels der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Estadio Nacional de Chile in Santiago…


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Spielball „Tango 12“ | 14. UEFA-Fussball-Europameisterschaft 2012, Polen/Ukraine

Inventarnummer: 11/161

Offizieller Spielball „TANGO 12“ der 14. UEFA-Fussball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Der Ball wurde im Rahmen der Auslosung für die Endrunde der EURO 2012 am 2. Dezember 2011 in Kiew der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aus der Presseerklärung des Herstellers Adidas: „Der Tango 12 basiert auf dem klassischen Design des Tango, dem Spielball der FIFA Fußball-WeltmeisterschaftenTM und der UEFA EURO Turniere Anfang der 80er Jahre. Er zeigt eine moderne Neuinterpretation dieses kultigen Designs mit Farben, die von den Flaggen der beiden Gastgebernationen Polen und Ukraine inspiriert sind. In das Design sind drei spezielle Graphiken eingraviert: Sie sind zum einen eine Hommage an die ornamentale Kunst des Papierschneidens, eine Tradition in den ländlichen Gegenden beider Gastgebernationen, und zum anderen erinnern sie auch an die wichtigsten Merkmale des Fußballsports – Verbundenheit, Kampfgeist und Leidenschaft.

Das Design ist neu – die Technologie bewährt. Angelehnt an den technologischen Aufbau des erfolgreichen Spielballs der Bundesliga „Torfabrik“, wird auch der Tango 12 durch eine Reihe thermisch geklebter Dreieck-Panels komplettiert, die für ein außerordentlich stabiles Flugverhalten sorgen. Die Grip-Textur auf jedem Panel sorgt für einen guten Kontakt zwischen Fußballschuh und Ball und für eine verbesserte Ballkontrolle.

Der adidas Tango 12 durchlief während seiner zweijährigen Entwicklungsphase zwei strenge Testverfahren: Zum einen wurde die Qualität des Balls sowohl von Profi- als auch von Amateur-Spielern unterschiedlicher Verbände und Vereine aus acht verschiedenen Nationen geprüft und zum anderen wurde er quantitativen Labor-Tests unterzogen.“

Finalball | 11. UEFA-Europameisterschaft 2000, Belgien/Niederlande

Inventarnummer: 10/240

Gespielter Finalball “Terrestra Silverstream” der 11. Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden. Am 2. Juli 2000 standen sich in Rotterdam Frankreich und Italien im Endspiel gegenüber. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ging Italien in der 55. Minute durch ein Tor von Marco Delvecchio in Führung. Italien sah schon wie der sichere Europameister aus, bis in der 4. Minute der Nachspielzeit (Schiedsrichter Anders Frisk aus Schweden) der Franzose Sylvain Wiltord zum Ausgleich traf. In der 103. Minute endete das Spiel durch ein Golden Goal. Der eingewechselte David Trezeguet traf mit einem Volleyschuss zum 2:1.

Der hier abgebildete Ball wurde nach einem Freistoß von del Piero aus dem Spiel heraus von einem Zuschauer gefangen.

Wimpel | SC Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland

Inventarnummer: 06/329-23

Der Fußballverein Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland gehörte in den Nachkriegsjahren zu den tonangebenden Vereinen in Westdeutschland. Neben zahlreichen Regionalmeisterschaften sicherte sich die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet 1950 den westdeutschen Pokalsieg. Jedoch blieb „RWO“ mit einem zehnten Tabellenplatz in der entscheidenden Saison 1963/64 die Qualifikation zur neu geschaffenen Bundesliga verwehrt. Trotz des zwischenzeitlichen Aufstiegs in die höchste Spielklasse, verweilte der Verein, der auch in den Bundesligaskandal der Saision 1970/71 mit manipulierten Punktspielen in den Abstiegskampf verwickelt war, während der folgenden Jahrzehnte überwiegend in unterklassigen Ligen. Erst in letzter Zeit fand man zurück in die 2. Bundesliga.

Fußballwimpel | FC Carl Zeiss Jena

Inventarnummer: 06/328-3

Wimpel des Fußballclub Carl Zeiss Jena. In der “Ewigen Tabelle” der Oberliga belegt der Verein den ersten Rang noch vor dem Berliner FC Dynamo, obwohl dieser mit 10 Meisterschaften Rekordmeister ist. Neben drei Meisterschaften, neun Vizemeisterschaften und vier Pokalsiegen gelang der Mannschaft unter Trainer Hans Meier in der Saison 1980/81 gegen Mannschaften wie AS Rom und Benfica Lissabon sogar der Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger. Im Düsseldorfer Rheinstadion unterlag man jedoch mit 2:1 gegen Dinamo Tiflis durch das entscheidende Gegentor in der 87. Minute.

Auch wenn dieser Erfolg in den nächsten Jahrzehnten nicht wiederholt werden konnte, erwies sich die Nachwuchsarbeit als ein wichtiger Grundpfeiler zur Verstärkung der Mannschaft. Bereits zu DDR- Zeiten gegründet, betrieb ein Leistungszentrum zielgerichtete Förderung, um den Anschluss an den internationalen Fußball herzustellen. Diese Ausbildungsstätte durchliefen auch nach der Wiedervereinigung deutsche Nationalspieler, so z. B. Bernd Schneider oder Robert Enke. Der Wimpel zeigt Unterschriften der Mannschaft aus den frühen 90´er Jahren, unter anderem von Jürgen Raab und Bernd Schneider.

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Plakat “Soccer” | Spiele der XXIII. Olympiade 1984, Los Angeles

Inventarnummer: 88/89-1849

Offizielles Plakat “Soccer” von den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles. Bisher ungeahnter Zuschauerzuspruch erfuhr das olympische Fußballturnier. Zum Eröffnungsspiel in Palo Alto kamen über 78.000 Zuschauer, zu der Partie Brasilien gegen Italien über 83.000, die Begegnung Frankreich gegen Jugoslawien sahen 97.000 Zuschauer. Das Endspiel in der Rose Bowl von Pasadena, Frankreich siegte über Brasilien mit 2:0, sahen über 101.000 Zuschauer. Insgesamt wurden 1.421.000 Besucher bei dem olympischen Fußballturnier gezählt, ein Schnitt von 44.400 Zuschauern pro Spiel.

 
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