Fußball „Tango River Plate“ | 11. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1978, Argentinien

Inventarnummer: 06/386

Fußball der Fa. Adidas, Modell: „Tango River Plate“. Das Modell Tango wurde zur 11. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien entwickelt. Offizieller Spielball war aber nicht der „Tango River Plate“, sondern der „Tango Durlast“. Ein weiteres Modell aus dieser Serie war der „Tango Rosario“.

Hier die ganze Geschichte zum Tango:
Der Tango Durlast war der offizielle Spielball der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Mit seinem neuartigen Design sollte die Fußball-Welt eine gestalterische Revolution erfahren, denn das Design aus 20 Triaden, die sämtliche hexagonalen Panels miteinander verbindet blieb über 20 Jahre das Standarddesign für adidas Fußbälle und wurde erst im Jahr 2001 durch das Sternendesign des Championsleague Balles „Finale 1“ respektive später durch den Fevernova (WM Ball 2002) abgelöst. Der Tango Durlast ist ein sog. „Bucky-Ball“ besteht also aus 32 handgenähten Echtleder Panels – 20 Sechs- und 12 Fünfecken – die mit Nylonfäden verbunden sind. Zusätzlich besitzt der Ball einen Durlast Überzug, der ihn vor Wasseraufnahme schützt. Das Tango-Design der 20 trigonometrischen Formen lässt durch eine optische Illusion 12 identische Kreise entstehen, die vor allem bei der Rotation des Balles einen faszinierend Eindruck hervorrufen. Die Grundfarbe des Balles ist weiß, das Design, Logos und Schriftzüge sind schwarz.
Der Ball ist mit zwei Logos bedruckt [alle schwarz auf weißem Grund]: dem Tango Durlast-Logo und dem adidas „Made in France“-Logo. Zusätzlich ist der Schriftzug „Official World Cup 1978“ abgedruckt. 32teiliger Echtlederball mit Durlast-Imprägnierung, eine Schicht aus Polyurethan, die den Ball wasserabweisend und somit witterungsbeständiger und abriebfester machen sollte. Er wurde mit Nylonfäden handgenäht. Bei dem Ventil handelt es sich um ein Hohlnadelventil.

06-386
Der Name:
Der Name des Balles steht zum ersten Mal in enger Verbindung mit dem Gastgeberland Argentinien. Der Name „Tango Durlast“ ist zum einen inspiriert durch den klassischen argentinischen Tanz und die Musik des Tangos. So sollte es den Fußballern durch den neuen Ball regelrecht möglich sein über den Platz zu „tanzen“. Das Wort Durlast erwähnt die
Besonderheit des Balles, nämlich den wasserdichten Durlast Überzug.
Seitens der adidas Marketing-Abteilung war man von dem neuen Namen und dem neuen Design des Balles aber nicht ganz überzeugt. Da es sich bei dem neuen Design trotz allem um ein Risiko handelte, schließlich war es das aller erste speziell für einen Ball entworfene Design, wurden zur Sicherheit auch die bereits bekannten Bälle „TELSTAR durlast“ und „CHILE durlast“ als „official world cup 1978“-Bälle für die WM und den Verkauf produziert.
Die Bälle, die nach der WM weltweit verkauft wurden, waren aber nicht mit dem Tango Durlast identisch. Sie trugen die Namen „Tango River Plate“ und „Tango Rosario“. Das Beiwort „Durlast“ rutschte dabei jeweils über das adidas-Logo.
Auch vom Original dem Tango Durlast gab es unterschiedliche Varianten: So gab es eine MADE IN FRANCE und eine INDUSTRIA ARGENTINA Version. Neben diesen Varianten gibt es noch zahlreiche Remakes und Replicas des WM-Balls von 1978. Diese sind dann meist mit einem Trilast oder Elast Überzug imprägniert.

Der Tango River Plate ist quasi identisch mit dem Tango Durlast, nur dass er erst nach der WM 1978 gefertigt wurde und divergierende Logos besitzt.

Fußball-Trikot | Deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1978-1980

Inventarnummer: 10/276-95

In diesem Trikotdesign, der Marke Erima, spielte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ab der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Darunter fielen Freundschaftsspiele und die Qualifikation zur Fußball-Europa-meisterschaft 1980 in Italien. Während der Europameisterschaft wurde, bis auf das Finale, ausschließlich mit der Kurzarm-Variante dieses Trikots gespielt. Im Endspiel kam dann erstmalig ein Trikot des Sportartikelherstellers Adidas zum Einsatz. Erima, mit Sitz im schwäbischen Pfullingen, wurde im Jahr 1976 Teil des Adidas-Konzerns.

Eine weitere Besonderheit der Europameisterschaft in Italien war, dass die Hersteller-Logos auf den Trikots abgeklebt werden mussten. Dies geschah durchaus laienhaft (ob gewollt oder nicht), so kam es regelmäßig vor, dass sich die Klebestreifen während des Spiels lösten.

Mit der Nummer 7 spielten in dieser Zeit verschiedene Protagonisten, während der WM 1978 war es Rüdiger Abramczik, dann Bernd Cullmann und Bernd Förster.

 

Plakat | 4. Feldhockey-Weltmeisterschaft 1978, Argentinien

Inventarnummer: 91/1435

Offizielles Plakat von der 4. Feldhockey-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Die Weltmeisterschaft fand vom 18. März bis 2. April in Buenos Aires statt. Es nahmen 14 Nationen teil, Pakistan gewann das Finalspiel mit 3:2 gegen die Niederlande und wurde nach 1971 zum zweiten Mal Weltmeister. Deutschland schied knapp mit 0:1 nach Verlängerung gegen Pakistan im Halbfinale aus.

Plakat | 11. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1978, Argentinien

Inventarnummer: 88/89-1816

Plakat zur 11. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien.

Aufgrund der herrschenden Militärdiktatur in Argentinien, die bis 1983 andauerte, stand der Austragungsort der Weltmeisterschaft im Vorfeld unter starker Kritik, zu einem Boykott kam es jedoch nicht.

Die Mannschaft aus der Bundesrepublik startete mit einem 0:0 gegen Polen in das Turnier, im Anschluss gewann die Mannschaft um Helmut Schön gegen Mexiko mit 6:0. Das letzte Gruppenspiel endete torlos 0:0 gegen Tunesien. Trotz dieser Ergebnisse wurde Deutschland Gruppen-Zweiter.

In der zweiten Runde traf Deutschland auf Italien (0:0), spielte gegen die Niederlande 2:2, um dann, am 21. Juni 1978, in Córdoba auf Österreich zu treffen. Österreich hatte nach Niederlagen gegen die Niederlande (1:5) und Italien (0:1)), keine Möglichkeit in das Achtel-Finale einzuziehen. Das Spiel gegen die Bundesrepublik, aus der Sicht Österreichs, war somit vollkommen bedeutungslos.

Der Spielverlauf: Karl-Heinz Rummenigge schießt in der 19. Minute das 1:0, die Führung hält bis zur 59. Minute, Eigentor Berti Vogts. 66. Spielminute, Hans Krankl an der Strafraumgrenze, er kommt zum Schuss, Tor für Österreich.
Nach einem Freistoß gelingt Hölzenbein mit einem Kopfball der Ausgleichstreffer zum 2:2. Es sind nur noch wenige Minuten zu spielen, Krankl kommt von links, er überläuft zwei deutsche Abwehrspieler und überwindet Sepp Maier, Österreich gewinnt mit 3:2, Deutschland scheidet aus dem Turnier aus.

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