Präsent des A.S.Rom an eine Kölner Fußballauswahl | 8. Februar 1960

Inventarnummer: 92/1315

Skulptur der Kapitolinischen Wölfin mit Romulus und Remus, dem Wahrzeichen Roms und Teil des Vereinsemblems von A.S. Rom, auf einem Marmorsockel. Plakette: „A.S. Roma – Köln – Roma-8.2.1960“.
Die Trophäe wurde anlässlich eines Viertelfinalspiels im Messestädte-Pokal  zwischen dem A.S. Rom und einer Kölner Fußballauswahl übergeben. Obwohl das Datum 8.2.1960 auf der Skulptur zu lesen ist, fand das Spiel tatsächlich am 8.2.1961 statt, also ein Jahr später.

Von 1951 bis 1971 wurde der Messestädte-Pokal zur Werbung internationaler Handelsmessen ausgetragen. Anfänglich bestanden die Mannschaften wahlweise aus einer Städteauswahl oder Vereinsmannschaften, ab der Saison 1964/65 spielten dann nur noch Erstligavereine als Vertreter der jeweiligen Messestädte.

In der Saison 1960/61 nahmen 16 Vereine am Coupe des villes de foires teil:

– A.S. Rom
– Inter Mailand
– Hannover 96
– Städteauswahl Köln
– Städteauswahl Leipzig
– Städteauswahl Basel
– FC Lausanne-Sport
– Städteauswahl Belgrad
– Städteauswahl Zagreb
– FC Barcelona
– Kjøbenhavns Boldklub
– Birmingham City
– Hibernian Edinburgh
– Újpest Budapest
– Olympique Lyon
– Royale Union Saint-Gilloise

Die Mannschaft des A.S. Rom und der Städteauswahl Köln trafen im Viertelfinale aufeinander, beide Mannschaften verloren ihre Heimspiele mit jeweils 0:2. Das nun notwendige dritte Spiel, wieder in Köln, gewann der A.S. Rom mit 4:1, somit war Köln ausgeschieden.

Im weiteren Verlauf des Turniers siegte der A.S Rom gegen den schottischen Vertreter Hibernian Edinburgh. Im Finale trafen die Römer auf Birmingham City. Das Hinspiel, am 27. März 1961 in Birmingham, endete 2:2. Das Rückspiel, sieben Monate später, am 11. Oktober 1961 vor 60.000 Zuschauern im Olympiastadion in Rom, gewannen die Italiener mit 2:0. Als Sieger des Wettbewerbs bekam A.S. Rom die Trophée Noel-Beard überreicht.

 

 

Fotografie | Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften 1962, Hamburg

Inventarnummer: 11/164-3

Fotografie von Willi Holdorf, Wolfgang Wagner, Helmut Janz und Horst Giesseler bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1962 im Hamburger Volksparkstadion.

Bildbeschriftung: „Mit einer Überraschung endete der 200 Meter-Hürdenlauf der Männer. Der Leverkusener Zehnkämpfer Willi Holdorf (Bayer 04) holt sich bei den Deutschen Meisterschaften im Hamburger Volksparkstadion am Freitag (27.7) nach einem packenden Endspurt in 24,0 Sekunden die Meisterschaft vor Wolfgang Wagner (OSC Höchst) mit 24,1. Unser Bild zeigt Holdorf (rechts) während des Rennens. Dahinter Helmut Janz (898, 24,5) und Horst Giesseler.“
45782 – 28.7.1962 – (UPI) – United Press International Photo

 

Fotografie | 7. Leichtathletik-Europameisterschaften – Belgrad, 1962

Invebtarnummer: 11/164-6

Fotografie von Willi Holdorf bei der 7. Leichtathletik-Europameisterschaft 1962 in Belgrad.

Bildbeschriftung: “ Nach den ersten fünf Übungen liegen die deuten Zehnkämpfer bei den Europameisterschaften in Belgrad auf den ersten Plätzen. Mit 4370 Punkten führt Holdorf bei „Halbzeit“ vor von Moltke. Hinter dem Finnen Suutari belegt der Deutsche Bock den vierten Platz. Die Zehnkämpfer haben den 100-m-Lauf, den Weitsprung, das Kugelstoßen, den Hochsprung und den 400-m-Lauf hinter sich.
Unser Bild zeigt Holdorf während des Kugelstoßens.“

 

Fotografie | Manfred Bock, Werner von Moltke, Willi Holdorf

Inventarnummer: 11/164-5

Fotografie von Manfred Bock, Werner von Moltke und Willi Holdorf in der Vorbereitung zur Leichtathletik-EM 1962 in Belgrad.

Bildbeschriftung: „Starke Zehnkämpfer nach Belgrad! – Zu den Europameisterschaften der Leichtathleten in Belgrad vom 12.-18.9 wird die Bundesrepublik drei Zehnkämpfer entsenden, von denen Plätze unter den ersten Drei zu erwarten sind, und zwar sind es (von links) Bock (Hamburg), v. Moltke (Stuttgart) und Holdorf (Leverkusen). Der Hamburger Bock ist gegenwärtig Punktbester in Europa, von Moltkes Stärke ist u.a. der Stabhochsprung (4,30 m) und Holdorfs Stärke sind die Läufe und sein außerordentlicher Kampfgeist. “

 

Fotografie von Manfred Bock, Werner von Moltke und Willi Holdorf in der Vorbereitung zur Leichtathletik-EM 1962 in Belgrad.

Offizieller Spielball | 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Chile

Inventarnummer: 12/25

Mr. Crack, offizieller Spielball der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile. Der Ball trägt Signaturen der brasilianischen Nationalmannschaft, so z.B. von Jair da Costa. Hergestellt wurde der Ball bei Custadio Zamora im chilenischen San Miguel (Provinz Santiago).

Erstmalig kam die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Chile am 21. März 1961 in Santiago mit dem Spielball der WM in Berührung. Trotz eines Elfmeters für Deutschland, Albert Brülls verschoss weit über das chilenische Tor, ging das Spiel 1:3 verloren. Im Anschluss an die Begegnung beschwerte sich Brülls, dass der Ball zu leicht gewesen sei. Und tatsächlich, bei einer Überprüfung stellte sich heraus, das der Ball deutlich von den gebräuchlichen europäischen Normen abwich.

Nach dem verlorenen Länderspiel lies Sepp Herberger einige Bälle nach Deutschland importieren, um sich mit dem gelben Rindslederball vertraut zu machen. Uwe Seeler resümierte: „Man muss mit diesem Ball höllisch aufpassen; er steigt beim Torschuss. Nur, wenn man ihn voll trifft, hat er die Eigenschaften eines normalen Fußballs“. Auch Sepp Herberger äußerte sich äußerst kritisch: „Der Ball ist nicht lebendig; er hat keine Seele“.

Nach Kritik weiterer europäischer Mannschaften lies die FIFA den Ball offiziell untersuchen. Von 46 Bällen waren 25 nicht völlig rund, es wurden aufgeblähte Stellen festgestellt. Die Schweizer Mannschaft testete den Ball bei Nässe, nach Ablauf von 90 min. war er 250 g schwerer.

Trotz dieser Widrigkeiten erklärte die FIFA den Ball zum offiziellen Spielball. Um den Spielverlauf nicht zu gefährden, bestellte die FIFA vorsorglich 100 Bälle des Modells „Top-Star“, der bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden erfolgreich zum Einsatz kam. Es wurde die Regelung getroffen, wenn der Schiedsrichter in einem Spiel drei Bälle aus chilenischer Produktion als unzulänglich erklärte, der Ball aus schwedischer Produktion zum Einsatz kommen sollte.

 

Ort des Endspiels der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Estadio Nacional de Chile in Santiago…


Größere Kartenansicht

Adidas Fußballschuh „Santiago 62“

Inventarnummer: 95/747

Adidas Fußballschuh „Santiago 62“ mit schwarzer Kunststoff-Nockensohle aus dem Jahr 1959. Bei dem hier gezeigten Modell war die Laufsohle noch verklebt. Ab 1960 wurde der Schuh mit einer direkt anvulkanisierten Multinocken-Gummisohle vorgestellt, zusätzlich wurde das Fußbett in die Sohle integriert.

Gumminockensohlen waren wegen der damals meist extrem harten Spielfelder sehr beliebt. Auch 1962 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Chile wurde aus dem gleichen Grund die Nockensohle  bevorzugt.