Tennispokal Hans Nüsslein | International Pro Championship of Britain at Southport 1936

Inventarnummer: 91/882

Siegerpokal der International Pro Championship of Britain at Southpor 1936, gewonnen von Hans Nüsslein. Nüsslein wechselte früh in das Profigeschäft. Bei einem Turnier 1931 in Hamburg spielte Nüsslein gegen Bill Tilden, der ein Jahr zuvor Wimbledon gewann und als einer der besten Tennisspieler seiner Zeit galt, Tilden brauchte fünf Sätze um Nüsslein zu bezwingen.
Tilden wechselte 1931 aus Geldmangel ins Profilager, aufgrund des guten Eindrucks den Nüsslein hinterlassen hatte, nahm „Big Bill“ ihn in seinen Profizirkus auf. Infolge errang Hans Nüsslein in den Jahren 1933, 1936, 1937 und 1938 den Titel „World Pro Singles Champion“, außerdem wurde er 1934  U.S. Pro Singles Champion, 1937 und 1938 French Professional Singles Champion.

Außer als Spieler fungierte Nüsslein auch als Trainer, so coachte er 1934 drei Monate lang das US-Daviscupteam. Er trainierte Cilly Aussem und die Teams aus Indien und Schweden.

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Siegerdiplom Toni Merkens | Spiele der XI. Olympiade 1936, Berlin

Inventarnummer: 07/198

Ehrenurkunde/Siegerdiplom von den Olympischen Spielen 1936 in Berlin für den Kölner Bahnradsprinter Toni Merkens. Merkens siegte über die 1.000 m Sprintstrecke knapp in zwei Läufen vor dem Niederländer Arie van Vliet. Vliet protestierte wegen Behinderung im ersten Lauf, doch der Protest wurde von der Jury abgelehnt. Merkens wurde wegen „Verlassen der Fahrlinie“ zu einer Geldstrafe von 100 Goldfranken verurteilt.

Der offizielle Bericht schreibt zur Ehrenurkunde: „…Mit besonderer Sorgfalt wurde die Auswahl der Ehrenurkunde getroffen, die nach dem Olympischen Protokoll gemeinsam mit der Sieger-Plakette ausgegeben wird. Zwölf führende deutsche Graphiker waren zur Beteiligung an diesem Wettbewerb eingeladen worden, und hatten in verschiedenartigster Form die Lösung der Aufgabe versucht. Eine völlig neue Auffassung der Ehrenurkunden überhaupt brachte der Entwurf des Preisträgers, Prof. Ernst Boehm, Berlin. Er benutzte einen weißen Karton mit Goldauflage, in die die Symbole der Spiele, das Brandenburger Tor und die Glocke geprägt sind, während als Mittelstück das Olympia-Stadion in Blindprägung weiß hervortritt. Der obere Teil eines von einem Goldband mit der Inschrift „Ehrenurkunde“ unterbrochenen weißen Streifens trägt in Rot die Unterschrift „XI. Olympiade Berlin 1936″, während der untere Teil für die Beschriftung mit dem Namen des Siegers, seines Landes, und des Wettkampfes freigelassen ist. Der Abschluß bildet wiederum ein Goldband, das die faksimilierten Unterschriften der Präsidenten des IOK und des OK sowie die fünf Olympischen Ringe in ihren Originalfarben trägt. Die infolge der Besonderheit des Materials schwierige Herstellung dieser Urkunde übernahm die Berliner Firma Erasmus-Druck GmbH, die eine Auflage von 1500 Urkunden mit dazugehörigen Mappen anfertigte. Das verwendete Papiermaterial war eine Stiftung der Firma J. W. Zander, Berlin, die hierfür in großzügiger Weise echt handgeschöpften Büttenkarton zur Verfügung stellte.“

07-198

Werbeplakat | Spiele der XI. Olympiade 1936, Berlin

Inventarnummer: 93/715

Offizielles Werbeplakat zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.

Der offizielle Bericht schreibt zu dem Plakat: „…Die wichtigste Aufgabe war zunächst die Schaffung eines geeigneten Werbeplakates, des offiziellen Plakates der Spiele. Schon im Juni 1934 wurde hierfür im Auftrage des Propaganda-Ausschusses für die Xl. Olympischen Spiele ein Wettbewerb unter 49 führenden deutschen Graphikern ausgeschrieben, an dem sich 44 Künstler mit 59 Entwürfen beteiligten. Das Ergebnis war unbefriedigend. Die dreifache Aufgabe: sinnfällig die Bedeutung der Olympischen Spiele zu zeigen, gleichzeitig auf Berlin als Gaststadt hinzuweisen und in eindringlicher, für alle Welt verständlicher Form für die Spiele zu werben, war nicht gelöst worden. Da nach den Bestimmungen der Reichskulturkammer die für einen Wettbewerb ausgesetzten Preise jedoch verteilt werden müssen, wurden die fünf besten der eingegangenen Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt der Dresdner Graphiker Willy Petzold, dessen Entwurf — ein antiker Bronzekopf mit der Siegerbinde — zwar nicht den Anforderungen an das offizielle Olympia-Werbeplakat genügte, wohl aber als Werbeplakat für die Olympische Kunstausstellung geeignet erschien und hierfür auch später Verwendung fand. Der Propaganda-Ausschuß, als die für die Werbung zuständige Stelle, nahm daraufhin die endgültige Wahl des offiziellen Plakates selbst in die Hand und beauftragte zu diesem Zweck eine weitere Anzahl von Graphikern. Von den eingereichten Entwürfen wurde schließlich der des Berliner Malers und Graphikers Würbel als beste Arbeit angenommen. Das Plakat zeigt die Quadriga des Brandenburger Tors als Symbol der Gaststadt Berlin, hinter ihr erhebt sich schemenhaft, den Arm zum Gruß erhoben, die Gestalt eines bekränzten Siegers, die den olympischen Sport symbolisiert. lm Hintergrund zeigt das Plakat die Olympischen Ringe und am unteren Rande, in die Kapitelle des Brandenburger Tors eingefugt, die Beschriftung ,,Berlin 1936, Olympische Spiele, 1.-16. August“. Die Farbe des Brandenburger Tors ist in dunklem Blaugrau gehalten, die Schrift in der gleichen Farbe, aber in hellerer Tonung. Die Siegerfigur zeigt olivgrüne Farbtone auf einem graurosa Hintergrund. Die Olympischen Ringe sind in den Originalfarben Blau, Gelb, Schwarz, Grün, Rot gehalten. Das Plakat wurde in allen Ländern der Welt zum Aushang gebracht und in den wichtigsten Sprachen beschriftet.“

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Siegerplakette Automobil-Sternfahrt | Spiele der XI. Olympiade 1936, Berlin

Inventarnummer: 89/11

Plakette zur Olympia Automobil-Sternfahrt der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Es waren Autofahrer aus der ganzen Welt eingeladen, an der „Olympia-Automobil-Sternfahrt 1936“ teilzunehmen. Jedes Fahrzeug musste mit zwei Personen besetzt sein. Neben der Startnummer bekam jedes Fahrzeug einen Aufkleber mit der Aufschrift „Rally Automobile Olympia 1936“. Die Sternfahrt startete am 22. Juli und endete am 30. Juli 1936 in Berlin.

Für die Fahrer galt es auf dem Weg nach Berlin möglichst viele Punkte zu sammeln, die nach einem umfangreichen Schlüssel vergeben wurden. Für die Siegerplakette in Gold mussten 2000 Punkte erreicht werden, für die Plakette in Silber 1000 Punkte. Die Bronzeplakette wurde jedem Fahrer übergeben, der das Ziel in Berlin ausschreibungsgemäß erreichte.

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