Sportplakate | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 17/23

Plakate zu den unterschiedlichen Sportarten der Olympischen Spiele 1972 in München. Das Design fügt sich in die Gesamtgestaltung, welches von Otl Aicher entwickelt wurde, ein.

Aus dem offiziellen Bericht: „Für die Spiele in München wurde ein breiter Fächer von Plakaten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen entwickelt. Neben solchen von Sport- und Kulurveranstaltungen entstanden zahlreiche für spezielle Anlässe (vorolympische Ausstellungen, Fackellauf etc.), auch reine Foto und Schriftplakate. Plänen, Karten oder tabellarische Übersichten gab man plakativen Charakter. Schon quantitativ bildeten die Sport- und Kulturplakate den Schwerpunkt. Sie bedienten sich unterschiedlicher Methoden im Rahmen der das Erscheinungsbild bestimmenden Elemente.

Die 21 Sportplakate hatten folgende Aufgabenstellung:

  • Sie sollten in einer Vielzahl von internationalen Kulturkreisen verständlich sein,
  • Sie sollten vielen Menschen in der ganzen Welt zugänglich sein. 

Der Farbklang wurde auf allen Sportplakaten auf das Farbspektrum der Spiele begrenzt und aus dieser Skala jedem Plakat eine Leitfarbe zugeordnet. Neben diesen Primärfarben baute sich das Farbgefüge jeweils nur aus zwei bis höchstens vier weiteren Farbtönen auf. Allein dadurch fügten sich die Sportplakate zu einer Serie zusammen. Dieser Charakter wurde durch die bei allen Plakaten von links nach rechts verlaufende Bildbewegung, sowie ddurch horizontale Linienführungen unterstützt. Ein wichtiges Merkmal aller Sportplakate ist darüber hinaus ihre ausschnitthafte Bildform. Fast alle Figuren und gegenständlichen Elemente waren angeschnitten. Dieses Prinzip suggeriert Aktion und steigerte den Signalwert der Figuren. Durch die Konzentration auf das Typische einer jeden Sportart wurde das Plakat zum Zeichen, das vom Betrachter sofort erfasst werden kann. In der Addition von mehreren Plakaten steigerte sich die Wirkung des einzelnen. farbe und Signaleffekt ergänzten sich gegenseitig.“

 

Papiertüte Maskottchen Waldi | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 09/1212

Papiertüte mit Motiv Maskottchen „Waldi“. Der Dackel „Waldi“ war das erste offizielle Maskottchen bei Olympischen Spielen, entworfen von dem genialen Designer Otl Aicher, der auch für den grafischen Gesamtentwurf der Olympischen Spiele in München verantwortlich war.
Auf die Frage warum ausgerechnet ein Dackel antwortete Rolf Müller, die rechte Hand von Otl Aicher,  so: „…Die Idee entstand bei einem Gespräch mit Willi Daume, dem damaligen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees. Der hatte gerade einen kleinen Dackel geschenkt bekommen. Der Dackel war damals auch ein Symboltier für die Münchner Grantigkeit. Irgendwer aus unserem Team hat dann entschieden: Wir nehmen jetzt den Dackel.“ und weiter, „…Der Dackel war ein wunderbar ambivalentes Symbol. Er ist ein treues Tier, ein sehr deutscher, fleißiger Hund, er wedelt oft mit dem Schwanz, und gleichzeitig ist er eine witzige Figur. Die Idee war deshalb genau richtig – ein Lieblingstier, über das alle lachen konnten.“

09-1212