Autogramm-Paß | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer. 06/676

„Autogramm-Paß“ von den Olympischen Spielen 1972 in München. Dem Passinhaber wird einleitend erklärt:

„Eine Hilfe für Autogrammjäger! Autogramm heißt „eigenständig geschriebener Name“. Dieser Autogramm-Paß bietet die Möglichkeit, Unterschriften berühmter Persönlichkeiten zu erfassen und zu bewahren. Zettel, Programmhefte und dergleichen fallen nun fort. Die oft so mühsam errungenen Unterschriften sind in diesen Autogramm-Paß besser untergebracht.
Man kann diesen Autogramm-Paß allgemein für verschiedene Persönlichkeiten etc. verwenden. Man kann aber auch für Kunst, Sport, Politik, etc. einen eigenen Pass anlegen. Im Sport kann z.B. kann ein Pass für Mannschaften (Fußball, Eishockey, Skispringen etc.) angelegt werden.
Im Inneren des Paßes trägt der Inhaber seinen Namen und Adresse ein. In den weiteren Blättern werden in der Rubrik „Autogramme“ die Namenszüge des betreffenden Prominenten gegeben. Darunter setzt der Paßinhaber den deutlichen Namen ein und ferner z.B. den Titel des Autogrammgebers (z.B. Weltmeister im 100 mtr. Lauf, Europameister, Olympiasieger im Zehnkampf, Astronaut etc.).
Autogramme auf Foto können, falls kein eigenes Album dafür vorhanden, eingeklebt werden.
Der Autogramm-Paß ist für Autogrammjäger jeden Alters eine kleine Hilfe, ob Politik-, Kunst-, oder Sportinteressent und erhält die Unterschrift von Prominenten zur bleibenden Erinnerung.“

Einladung | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 06/555

Offizielle Einladung des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 1972 in München, an ein teilnehmende Land, bzw. an ein Nationales Olympisches Komitee.

Die Einladung ist in Aluminium gefasst, sie wird, einem Triptychon gleich, zu drei gleichgroßen Tafeln aufgeklappt. Mittig, auf Transparentpapier, die Einladung.

Text:

Le Comité Organisateur
des Jeux la XXe 0lyrnpiade
se conformant
aux instructions du Comité
|nternational 0lympique
a I´honneur d´inviter
le Comité National 0lympique
pourl I’Allemagne
á participer aux concours
et aux fétes qui auront lieu
á Munich du 26 août
au 10 septembre 1972

Munich, le 10 Novembre 1970

Le Président

ln accordance
with the instructions given
by the lnternational
Olympic Committee
the Organizing Committee
for the Games of the XXth
Olympiad
has the honour to invite
the Nationel Olympic Committee
for Germany
to participate
in the competitions and
celebrations which
will take place in Munich
from 26th August
to 10th September, 1972

Munich, 10th November, 1970

The President

Identifikations- und Berechtigungsabzeichen | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 06/600

Identifikations- und Berechtigungsabzeichen von den Olympischen Spielen 1972 in München. Das Abzeichen berechtigte zum Eintritt in das ODM (Olympisches Dorf Männer), PZ (Pressezentrum), DOZ (Deutsches Olympia-Zentrum – Radio und Television), PSt (Pressestadt) und das Olympisches Jugendlager. Ausgestellt auf Professor Paolo Néri, Ehrengast des Präsidenten.

Fotografie | Empfang der DDR-Olympiateilnehmer 1972

Inventarnummer: 11/06-5

Empfang der DDR-Olympiateilnehmer der Olympischen Spiele 1972 in München im Amtssitz des Staatsrates der DDR in Ost-Berlin.
Bildbeschriftung: „Herzliches Gespräch nach der Auszeichnung der DDR-Olympiateilnehmer im Amtssitz des Staatsrates im Oktober 1972 zwischen Willi Stoph, Vorsitzender des Ministerrates und Mitglied des Politbüros des ZK der SED (Mitte), Erich Mielke, Kandidat des Politbüros des ZK der SED und Vorsitzender der Sportvereinigung Dynamo (links), Wolfgang Nordwig (2.v.l.), Dr. Heinz Schöbel, IOC-Mitglied (3.v.l.), Roland Matthes (3.v.r.) und Hans Rietz, Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR.“

Goldmedaille | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 06/741-1

Goldmedaille von den Olympischen Spielen 1972 in München. Erstmals seit 1928 wurde die Rückseite der Siegermedaillen neu gestaltet, verschiedene Künstler reichten Entwürfe ein. Das OK wählte den Vorschlag von Gerhard Marcks, einem der letzten lebenden Meister des Bauhauses. Als Motiv hatte er die Schulzpatrone der Kampfspiele und der Freundschaft Castor und Pollux gewählt.
Erstmals bei Olympischen Spielen ersetzte eine Kette das bisher übliche Seidenband. 90 cm lang wurden Ankerglieder aus 7,5 mm dickem Messing-Material aneinandergefügt und über eine Öse an die Medaille angeschraubt. Sie wurden je nach dem Farbton der Medaille bronziert, versilbert oder vergoldet.
Zum ersten Mal wurden auf dem Medaillenrand der Wettbewerb, der volle Name des Siegers und seine Nationalität eingeprägt, insgesamt wurden 1109 Medaillen hergestellt.

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Trikot Fackelläufer | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 09/764

Trikot eines österreichischen Fackelläufers von den Olympischen Spielen 1972 in München. Das olympische Feuer wurde am 28. Juli 1972 in Olympia entzündet, der Fackelstaffellauf verlief über 5.500 km durch Griechenland, der Türkei, Bulgarien, Rumänien, Jugoslawien, Ungarn und Österreich bis es am 25. August 1972 auf dem Königsplatz in München eintraf. Nach einer Nacht im Maximilianeum erreichte die Flamme am 26. August das Olympiastadion in München. Schlussläufer war der Leichtathlet Günter Zahn, er entzündete die olympische Feuer während der Eröffnungszeremonie.

Nach Augsburg, zu den Wildwasser-Wettbewerben der Kanuten, traf die Flamme am 27. August ein.

Zu den olympischen Segelwettbewerben in Kiel trugen 1280 Läufer, 90 Radsportler und 34 Reiter die Flamme. Am 28. August erreichte sie die Regattastrecke in Kiel-Schilksee. Letzter Fackelträger war der Schüler Philipp Lobinius.

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Papiertüte Maskottchen Waldi | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 09/1212

Papiertüte mit Motiv Maskottchen „Waldi“. Der Dackel „Waldi“ war das erste offizielle Maskottchen bei Olympischen Spielen, entworfen von dem genialen Designer Otl Aicher, der auch für den grafischen Gesamtentwurf der Olympischen Spiele in München verantwortlich war.
Auf die Frage warum ausgerechnet ein Dackel antwortete Rolf Müller, die rechte Hand von Otl Aicher,  so: „…Die Idee entstand bei einem Gespräch mit Willi Daume, dem damaligen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees. Der hatte gerade einen kleinen Dackel geschenkt bekommen. Der Dackel war damals auch ein Symboltier für die Münchner Grantigkeit. Irgendwer aus unserem Team hat dann entschieden: Wir nehmen jetzt den Dackel.“ und weiter, „…Der Dackel war ein wunderbar ambivalentes Symbol. Er ist ein treues Tier, ein sehr deutscher, fleißiger Hund, er wedelt oft mit dem Schwanz, und gleichzeitig ist er eine witzige Figur. Die Idee war deshalb genau richtig – ein Lieblingstier, über das alle lachen konnten.“

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Startnummer Heidemarie Rosendahl | Spiele der XX. Olympiade 1972, München

Inventarnummer: 09/1106

Mit der Startnummer 173 startete Heidemarie Rosendahl bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Heidemarie Rosendahl gewann den Weitsprungwettbewerb mit 6.78 m, dies war nach sechs Wettkampftagen die erste Goldmedaille für die Bundesrepublik Deutschland. Am 3. September unterlag sie  knapp der Britin Mary Peters im Fünfkampf und errang die Silbermedaille.

Am 10. September 1972 kam es dann zum Duell der Systeme, West gegen Ost, in der 4 x 100 Meter-Staffel. Für die Bundesrepublik startete Christiane Krause, Ingrid Mickler, Annegret Richter und an Schlussposition laufend, Heidemarie Rosendahl. Für die DDR startete Evelyn Kaufer, Christina Heinich, Bärbel Struppert, und die bis dahin schnellste Frau der Spiele, Renate Stecher (Olympiasiegerin über 100 m und 200 m). Nach sehr guten Wechseln beider Teams gewann die Bundesrepublik knapp in 42,81 s, es wurde das dritte Edelmetall für Heidemarie Rosendahl.

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