ARD-Olympia-Matroschka | XXII. Olympische Winterspiele 2014, Sochi

Inventarnummer: 14/10

Die Grundidee der Olympia-Matroschka stammte von Werner Rabe, Programmbereichsleiter Sport und Freizeit des Bayerischen Rundfunks und ARD-Teamchef bei den Spielen in Sotschi. Die Produktion übernahm Horst Schöll, Eigentümer der Firma S.cool Sports in Laichingen-Feldstetten.

Das Holzpüppchen entwickelte sich zum heimlichen Star der Spiele, im ARD-Olympiastudio und im Deutschen Haus. In einer Auflage von nur 528 Stück wurde die Steckfigur produziert und das unter erheblichen Schwierigkeiten: Das Zusammenspiel von Folie und Handbemalung bedürfte vier Anläufe, wobei insgesamt 70 Änderungen Berücksichtigung fanden.

Jede der fünf Figuren trägt ein individuelles Sportdress, die größte Figur, auf der Abbildung ganz rechts, symbolisiert eine Skifahrerin, links daneben eine Biathletin, dann eine Rodlerin, eine Skispringerin und schließlich, die kleinste Matroschka, eine Eiskunstläuferin.

Die ARD entschied sich ganz bewusst für eine geringe Stückzahl der Matroschka, weil diese eben als Gastgeschenke an ARD-Studio-Gäste eine Besonderheit bleiben sollte, in den offiziellen Verkauf gelangte sie nie.

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Puma Fußballschuh “Atom”

Inventarnummer: 08/399

PUMA-Fußballschuh mit genagelter Vorwerk-Zwillingsstolle aus dem Jahr 1948/49. Es handelt sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach um das Modell „Atom“.
Aus einem PUMA-Pressetext: “PUMA-Firmengründer Rudolf Dassler beginnt bereits 1948 – kurz nach Gründung des Unternehmens – mit der Entwicklung von neuartigen Fußballschuhen, die einen optimalen Einsatz bei jedem Wetter und verschiedensten Bodenverhältnissen gewährleisten.
Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist der PUMA-Fußballschuh „ATOM“, den Dassler bereits 1948/49 auf den Markt bringt. Der deutsche Nationalspieler Herbert Burdenski erzielt im Spiel gegen die Schweiz am 22. November 1950 mit dem „ATOM“ das erste Nachkriegstor und gleichzeitig den Siegtreffer für Deutschland.“

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Puma Spike „Roma“ | Armin Hary – Spiele der XVII. Olympiade 1960, Rom

Inventarnummer: 12/32

Puma Spike „Roma“, es handelt sich um das Modell (der eigentlich Schuh unterschied sich nur marginal) welches Armin Hary bei den Olympischen Spiele 1960 in Rom trug. Der „Roma“ wurde bereits 1959 von Rudolf Dassler entwickelt, er beinhaltet zwei neue Patente, zum einen die rote Puma-Nylon Ballenstütze, sie sorgt für:
– besseren Halt in Kurven bei 200-m und 4×100-m,
– eine schnellere Abdruckstellung des Fußes,
– fast keine Abnutzung des hochwertigen Obermaterials aus Känguruleder.

und die neue PUMA Dornenstellung:
– für besseren Halt in Kurven bei 200-m und 4×100-m.

Olympische Spiele in Rom, 1. September 1960, Entscheidungstag über die 100-m, 17:30 Uhr – Finallauf. Die Auslosung der Bahnen ergab, Armin Hary auf Bahn 6, Peter Radford (GBR) auf Bahn 5, Enrique Figuerola (Kuba) auf Bahn 4, Frank Budd (USA) auf Bahn 3, Otis Ray Norton (USA) auf Bahn 2 und Dave Sime (USA) auf Bahn 1.

Die Läufer machen sich bereit, sie nehmen ihre Startposition ein, der Starter gibt das Kommando, dann fällt der Startschuss…, kurz darauf ein zweiter Schuss, Fehlstart. Neben Hary ist nur Sime gestartet, nach einem kurzen Moment ist klar, kein Läufer hat einen Fehlstart verursacht, Armin Hary erinnert sich: “Offenbar war es dem Starter nicht ruhig genug, oder er hatte selbst ein Geräusch verursacht, daß Sime zum Start veranlaßte”.

Wieder machen sich die Läufer bereit, der Starter gibt abermals das Kommando, aber auch dieser Lauf wird abgebrochen, Fehlstart Hary.

In die Vorbereitungen des dritten Starts hebt der Kubaner Figuerola die Hand, sein Startblock hatte sich gelöst.

Zum vierten Mal machen sich die Läufer bereit, zum dritten Mal gibt der Starter das Kommando, diesmal geht alles glatt. Armin Hary schreibt in seinen Aufzeichnungen “10,0″ : “Und ich laufe – laufe – laufe… und sehe nur die beiden Striche, die meine Bahn begrenzen. Ich laufe wie um mein Leben… ich bin vorn! Doch von weit links droht Gefahr. Ich kann nicht genau beobachten, was da vorgeht, denn mein Gesicht ist dem Zielband zugewandt… Sime ist das, der ganz links heranrollt… mit letzter Anstrengung werfe ich mich ins Ziel”. (Copress Verlag München, 1961, S. 165)

Für ein Moment ist unklar wer gewonnen hat, Armin Hary ist davon überzeugt, dass er es war, der als Erster das Zielband mit der Brust berührt hat. Quälende Minuten, dann ist es offiziell, Armin Hary ist Olympiasieger, Dave Sime wird zeitgleich Zweiter, der Brite Peter Radford läuft auf Platz 3.

Bis heute gelang es keinem weiteren Deutschen, diesen Erfolg zu wiederholen. Es war der erste Olympiasieg in der Leichtathletik seit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.

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Zürich | Letzigrund-Stadion | 21. Juni 1960
Bereits 72 Tage vor dem gewonnenen Finale in Rom sorgte Armin Hary für weltweite Schlagzeilen. Am 21. Juni 1960 lief der blonde Saarländer im Züricher Letzigrund-Stadion, diesmal in Adidas-Spikes, als erster Mensch die 100-m in 10,0 Sekunden; doch auch das nicht ohne Hindernisse.
Nachdem Hary den ersten Lauf souverän in neuer Weltrekordzeit von 10,0 Sekunden gewonnen hatte, schaltete sich die Jury ein. Angeblich startete Hary zu früh, Fehlstart, der Starter gab zu, aus Nervosität die Läufer nicht „zurückgeschossen“ zu haben, das Rennen wurde annulliert.

Gustav Schwenk, ein deutscher Journalist und Fachmann in Sachen Wettkampfbestimmungen, gibt Armin Hary zu verstehen, dass nur der Starter einen Fehlstart direkt und unmittelbar erkennen und das Rennen abbrechen kann, nicht das Schiedsgericht nach Beendigung des Laufes. Beide gehen zu den Schiedsmännern, nach regen Diskussionen einigt man sich auf einen zweiten Lauf. Damit der Lauf gewertet werden kann, müssen mindestens drei Läufer antreten. Der Kölner Jürgen Schüttler und der Schweizer Heinz Müller erklären sich bereit, ein zweites Mal anzutreten.

Armin Hary startete überragend, schnell kann er sich absetzen, das Publikum feuert Hary frenetisch an, dann die Ziellinie. Nach einem kurzen Moment des Bangens, die Zeitnehmer schauen ungläubig auf ihre Stoppuhren, wird bekannt gegeben, dass auch der zweite Lauf in neuer Weltrekordzeit von 10,0 Sekunden absolviert wurde, Armin Hary ist überglücklich.

Der Puma Spike „Roma“ ist Teil der Dauerausstellung des Deutschen Sport & Olympia Museums.

 

Das Olympiastadion in Rom…


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Spike von Annegret Richter | Spiele der XXI. Olympiade 1976, Montreal

Inventarnummer: 11/135-2

Spike von Annegret Richter, getragen im Finallauf über 100-m bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal. Annegret Richter siegte mit 11,08 s vor ihrer großen Rivalin Renate Stecher aus Ostdeutschland, den Bronzeplatz konnte sich Inge Helten, eine Teamkollegin von Annegret Richter, sichern.
Inge Helten lief mit 11,04 s wenige Wochen vor den Olympischen Spielen einen neuen Weltrekord über diese Strecke, diese Zeit wurde mit 11,01 s im olympischen Halbfinale von Annegret Richter unterboten.
Neben dem Sieg im 100-m-Lauf konnte Annegret Richter über die 200-m (knapp hinter Bärbel Eckert aus der DDR) und mit der 4×100-m-Staffel (zusammen mit Elvira Possekel, Inge Helten und Annegret Kroniger) jeweils die Silbermedaille erringen.

Der Spike wird in der Dauerausstellung des Deutschen Sport & Olympia Museums präsentiert.

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Das Stade Olympique in Montreal…


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Fußballtrikot Lukas Podolski | FC Arsenal

Inventarnummer: 13/08

Fußballtrikot des englischen Fußballklubs FC Arsenal, signiert und getragen von Lukas Podolski.

Am 30. April 2012 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Lukas Podolski vom 1. FC Köln zum englischen Traditionsverein FC Arsenal wechselt. Der im Jahr 1886 gegründete Verein gehört zu den erfolgreichsten Mannschaften im englischen Fußball, neben 10 Siegen im Pokalwettbewerb konnten 13 englische Fußballmeisterschaften gewonnen werden. In der Champions League-Saison 2005/06 erreichte der FC Arsenal erstmalig das Finale, im Endspiel verloren die Briten knapp gegen den FC Barcelona mit 2:1.

Das erste Spiel im Trikot des FC Arsenal absolvierte Lukas Podolski am 12. August 2012 im Freundschaftsspiel gegen den 1.FC Köln. Das Debüt in der Premier League folgte am 18. August 2012 gegen Sunderland. Sein erstes Liga-Tor schoss er am 2. September 2012, der FC Arsenal spielte auswärts gegen den FC Liverpool, in der 31. min traf Lukas Podolski zum 0:1.

Auch im internationalen Wettbewerb konnte Lukas Podolski entscheidend für den FC Arsenal agieren, so schoss er sein erstes Tor in der Champions League für die „Gunners“ am 18. September 2012 gegen Montpellier, in der 16. min traf er zum 0:1.

Nach Angaben der englischen „Daily Mail“ gehört Lukas Podolski, gemessen an der Anzahl der verkauften Trikots, zu den zehn beliebtesten Spielern auf der Insel.

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Olympische Fackel | Spiele der XXX. Olympiade 2012, London

Inventarnummer: 12/40-2

Die 80 cm lange und 800 g schwere Fackel besteht aus einer vergoldeten Aluminiumlegierung. Sie ist mit 8000 Perforationen (Löchern) versehen, jede Perforation steht für einen Fackelläufer des Fackelstaffellaufes. Entworfen wurde die Fackel von Edward Barber und Jay Osgerby, die Fertigung übernahm die Fa. Premier Sheet Metal in Coventry.

Das olympische Feuer wurde am 10. Mai 2012 in Olympia entzündet, erster Fackelläufer war der griechische Schwimmweltmeister Spyros Gianniotis, er übergab die Flamme an den britischen Boxer Alex Loukos. Nach sieben Tagen und etwa 3000 km erreichte die olympische Flamme das alte Olympiastadion in Athen.

Am 19. Mai 2012 startete der Fackelstaffellauf auf dem englischen Festland. Nach 70 Tagen und einer Strecke von über 12.000 km erreichte das olympische Feuer am 27. Juli 2012 das Olympiastadion in London.

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The 2006 FIFA World Cup Autograph Book | 736 Footballstars sign for a good purpose

Inventarnummer: 08/267

Autogrammbuch mit den Unterschriften aller 736 Spieler sowie der Cheftrainer der 32 teilnehmenden Mannschaften der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Dieses einzigartige Autogrammbuch wurde für die offiziellen WM-Charity der FIFA „6 Dörfer für 2006“ zusammen mit den SOS-Kinderdörfern erstellt und am 16. Jui 2006 für 61.500 € versteigert.

„Das ist das wertvollste Fanbuch aller Zeiten. Wir möchten allen Spielern und Trainern, aber auch dem lokalen Organisationskomitee herzlich für ihre Unterstützung danken. Dies ist ein Zeichen des Fairplay und der Solidarität.“, erklärt FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der erfreut ist, dass der Fußball mit der Aktion „6 Dörfer für 2006“ vor allem Kindern in armen Ländern eine Chance auf eine bessere Zukunft gibt.

Die 32 mit den Namen vorgedruckten Pergamente, auf denen die Teams in den Tagen vor Turnierbeginn unterschrieben haben, ist in einem kostbaren Lederumschlag gebunden. Ob Ronaldinho oder Ballack, Totti oder Riquelme, Beckham oder Drogba, Parreira oder Hiddink, Tunesiens Hatem Trabelsi oder Paraguays Carlos Bonet – alle haben für den guten Zweck ihr Autogramm gegeben. Der Erlös aus der Versteigerung des Autogrammbuchs wird für den Bau von sechs Kinderdörfern verwendet. „Wir Fußballer reisen viel um die Welt und sehen das Elend auf allen Kontinenten. Die Kinder leiden am meisten. Das wertvollste Geschenk, das wir diesen Kindern geben können, ist ein Zuhause und eine gute Erziehung. Die SOS-Kinderdörfer leisten hier eine hervorragende Arbeit“, erklärte OK-Präsident Franz Beckenbauer, der am 15. Juni 2006 in der Halbzeitpause der WM-Begegnung Schweden gegen Paraguay (1:0) dieses einzigartige Sammlerstück offiziell vorstellte.

Das Autogrammbuch befindet sich in der Dauerausstellung des Deutschen Sport & Olympia Museums.

The 2006 FIFa World Cup Autograph Book  | 736 Footballstars sign for a good purpose

Durch das Anklicken des Bildes können Sie im Autogrammbuch blättern…

Auszeichnung | „Silberner Fußballschuh“ für Jürgen Croy

Inventarnummer: 98/247

Mit dem „Silbernen Fußballschuh“ wurde in der DDR der beste Fußballer des Spieljahres geehrt. Jürgen Croy erhielt diese Auszeichnung in den Jahren 1971/72, 1975/76 (hier abgebildet) und 1977/78. Außerdem wurde er 1989 zum besten Fußballer „nach 40 Jahren DDR“ gewählt.

Weitere sportliche Höhepunkte:
– Sieger beim UEFA-Juniorenturnier 1965 (inoffizielle Europameisterschaft)
– DDR-Pokalsieger 1967, 1975
– Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1972 München
– Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 1974
– Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal
– Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger 1976, BSG Sachsenring Zwickau

 

 

 

Eishockeytrikot Dennis Seidenberg | Boston Bruins

Inventarnummer: 12/31

Signiertes Eishockeytrikot von Dennis Seidenberg, Boston Bruins, Rückennummer 44. Dennis Seidenberg ist der zweite deutsche Spieler, nach Uwe Krupp, der das Play-off Finale der National Hockey League gewinnen konnte. Am 15. Juni 2011 siegten die Boston Bruins im entscheidenden siebten Spiel gegen die Vancouver Canucks mit 4:0 (0:1, 2:3, 8:1, 4:0, 0:1, 5.2,).

Dennis Seidenberger begeisterte sich früh für den Eissport, sicher nicht zufällig, sein Vater arbeitete als Physiotherapeut beim ERC Schwenningen. Neben der Leidenschaft zum Eishockey war Seidenberg auch ein hochbegabter Tennisspieler, doch nach einer Kanadatournee mit dem Eishockey-Nachwuchsteam der European Bauer Pioneers entschied er sich endgültig für die Mannschaftssportart Eishockey.

Nach dem Wechsel  zu dem Nachwuchsteam der Mannheimer Adler im Jahr 1999, spielte er dann in der Saison 2000/2001 nach sieben Spielen in der Oberliga Nord bei den Jungadlern ausschließlich für die DEL-Auswahl, erst als Linksaußen, dann in der Verteidigung. Insgesamt absolvierte er 67. DEL-Spiele, bestritt die Play-off Partien und konnte schließlich die deutsche Meisterschaft mit Mannheim feiern. Im Anschluss an die Meisterschaft spielte Seidenberg auch die WM, wobei er bei allen Partien der deutschen Mannschaft zum Einsatz kam.

Nach einer weiteren Saison in Mannheim und einer weiteren WM wechselt Dennis Seidenberg in die US-amerikanische Profiliga NHL. Die erste Station waren die Philadelphia Flyers. Nach einigen schweren Verletzungen und daraus resultierenden Leistungsschwankungen wechselte er 2006 zu den Phoenix Coyotes, wiederum ein Jahr später zu den Carolina Hurricanes. Auch hier warf Dennis Seidenberg eine Knie- und Sprunggelenkverletzung zurück.
Nach dem Auskurieren konnte er dann an seine alte Leistung anknüpfen und erhielt einen neuen Einjahresvertrag. Die Hurricanes konnten sich für die Play-offs qualifizieren, nach Siegen über New Jersey Devils und die Boston Bruins kam im Finale der Eastern Conference das Ende nach vier Partien gegen die Pittsburgh Penguins.

Ein weiterer Wechsel stand bevor, Seidenberg spielte jetzt für die Florida Panthers, dann, ein weiteres Jahr später, für die Boston Bruins. Im Juni 2010 unterschrieb er dort einen Vierjahresvertrag. Ein Jahr später, im Juni 2011, krönte dann Dennis Seidenberg seine Karriere mit dem Gewinn des Stanley-Cups, dem Siegerpokal der National Hockey League.

2012 kam bereits in der ersten Runde der Play-offs (Conference-Viertelfinale) das aus gegen die Washington Capitals, das entscheidende siebte Spiel ging am 25. April mit 2:1 verloren.

Offizieller Spielball | 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Chile

Inventarnummer: 12/25

Mr. Crack, offizieller Spielball der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile. Der Ball trägt Signaturen der brasilianischen Nationalmannschaft, so z.B. von Jair da Costa. Hergestellt wurde der Ball bei Custadio Zamora im chilenischen San Miguel (Provinz Santiago).

Erstmalig kam die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Chile am 21. März 1961 in Santiago mit dem Spielball der WM in Berührung. Trotz eines Elfmeters für Deutschland, Albert Brülls verschoss weit über das chilenische Tor, ging das Spiel 1:3 verloren. Im Anschluss an die Begegnung beschwerte sich Brülls, dass der Ball zu leicht gewesen sei. Und tatsächlich, bei einer Überprüfung stellte sich heraus, das der Ball deutlich von den gebräuchlichen europäischen Normen abwich.

Nach dem verlorenen Länderspiel lies Sepp Herberger einige Bälle nach Deutschland importieren, um sich mit dem gelben Rindslederball vertraut zu machen. Uwe Seeler resümierte: „Man muss mit diesem Ball höllisch aufpassen; er steigt beim Torschuss. Nur, wenn man ihn voll trifft, hat er die Eigenschaften eines normalen Fußballs“. Auch Sepp Herberger äußerte sich äußerst kritisch: „Der Ball ist nicht lebendig; er hat keine Seele“.

Nach Kritik weiterer europäischer Mannschaften lies die FIFA den Ball offiziell untersuchen. Von 46 Bällen waren 25 nicht völlig rund, es wurden aufgeblähte Stellen festgestellt. Die Schweizer Mannschaft testete den Ball bei Nässe, nach Ablauf von 90 min. war er 250 g schwerer.

Trotz dieser Widrigkeiten erklärte die FIFA den Ball zum offiziellen Spielball. Um den Spielverlauf nicht zu gefährden, bestellte die FIFA vorsorglich 100 Bälle des Modells „Top-Star“, der bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden erfolgreich zum Einsatz kam. Es wurde die Regelung getroffen, wenn der Schiedsrichter in einem Spiel drei Bälle aus chilenischer Produktion als unzulänglich erklärte, der Ball aus schwedischer Produktion zum Einsatz kommen sollte.

 

Ort des Endspiels der 7. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1962, Estadio Nacional de Chile in Santiago…


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