Bulletin Nr. 5 | 10. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1974

Inventarnummer: 10/05

Fünftes Bulletin des Organisations-Komitees des Deutschen Fußball-Bundes für die 10. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland (Titel: Auslosung am 5. Januar 1974 im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt).

Inhalt:
– Rekordbeteiligung, 90 Verbände wollten an der Endrunde teilnehmen
– Auslosung: Vier Weltmeister wurden gesetzt
– Spielplan
– Rundfunk und Fernsehen bei der WM 74
– München – Stadt des WM-Finales

Adidas Fußballschuh „Argentinia“ | 5. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 1954, Schweiz

Inventarnummer: 95/749

Adidas Fußballschuh Modell „Argentinia“. Der „Argentinia“ entspricht in Bezug auf Design und Modellaufbau dem Schuh den die deutsche Fußball-Nationalmannschaft während der 5. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft in der Schweiz trug. Doch schon damals wurde der Fußballschuh „individualisiert“, bei den“echten“ 54er Schuhen war das  Oberleder und Laufsohlen dünner, die Nylonstollen waren schlanker und höher und die Schuhe allgemein leichter als beim vorliegenden Modell. Besonderheiten der Füße der Spieler waren ebenso berücksichtigt wie ihre Positionen im Spiel. So waren die Schuhe der Verteidiger deutlich stabiler als diejenigen der Läufer und Stürmer. Der hier abgebildet Schuh stammt aus der Saison 1955/56.

Die 5. Fußball-Weltmeisterschaft und die Schraubstolle

Zum ersten Mal wurden Fußballschuhe mit auswechselbaren Stollen bei einer Fußball-Weltmeisterschaft eingesetzt.

Am Endspieltag, der 4. Juli, regnete es in Strömen, das optimale Schraubstollen-Wetter. Denn im äußerst nassen Terrain offenbarte der Nockenschuh seine Schwächen. Für den Spieler war es sehr schwierig Halt zu finden, da die Nocken durch nassen, an der Schuhunterseite hängenden Rasen gehandicapt waren.
In der Halbzeitpause wechselte die deutsche Mannschaft die Schraubstollen und verwendete längere Exemplare. Deutschland schlug Ungarn, die mit Nockenschuhen spielten, mit 3:2 und wurde zum ersten Mal Fußball-Weltmeister.

95-749

Wimpel Fußball-Nationalmannschaft Ungarn | 5. FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 1954, Schweiz

Inventarnummer: 06/358-1

Wimpel der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft aus dem Jahr 1954.

Deutschland wurde gegen die hoch favorisierten Ungarn Weltmeister. Noch in der Vorrunde verlor die deutsche Mannschaft gegen Ungarn mit 8:3 (Sepp Herberger stellte eine besseres Reserveteam auf, man rechnete mit einer Niederlage, um dann mit der vermeintlich besten Aufstellung das erwartete Endscheidungsspiel um Platz zwei gegen die Türkei am 23. Juni mit 7:2 zu gewinnen).
Nachdem die Ungarn schnell mit 0:2 führten, gelang Max Morlock in der 11. Minute der Anschlusstreffer. Nach Eckball von Fritz Walter glich Helmut Rahn in der 18. Minute aus. Ungarn stürmte unermüdlich auf das deutsche Tor, Hidegkuti traf nur den Pfosten, Kocsis die Querlatte. Sechs Minuten vor Ende schoss Helmut Rahn von der Strafraumgrenze auf das ungarische Tor und überwand Grocsis mit einem Flachschuss zum 3:2. Kurz darauf wurde ein Treffer der Ungarn wegen Abseitsstellung nicht anerkannt, Deutschland wurde zum ersten Mal Fußball-Weltmeister. Später ging das Endspiel als „Das Wunder von Bern“ in die Fußballgeschichte ein.

Auszüge aus der Radioreportage von Herbert Zimmermann

06-358-1

Maskottchen „Zakumi“ | 19. FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2010

Inventarnummer: 10/299

Pressetext FIFA:

626 Tage vor dem Beginn der ersten afrikanischen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ am 11. Juni 2010 im Soccer-City-Stadion in Johannesburg wurde das Geheimnis des offiziellen Maskottchens gelüftet. Vor einem Millionenpublikum feierte Zakumi heute (22. September 2008) zur besten Sendezeit auf „SABC“ bei der landesweit übertragenen Live-Sendung Coca-Cola Soccer Zone, die ganz im Zeichen Afrikas stand, seinen ersten Auftritt.

Das offizielle Maskottchen, ein Leopard, wurde ausschließlich in Südafrika entworfen und hergestellt. Der Name setzt sich aus dem Kürzel „ZA“ für Südafrika und dem Wort „kumi“ zusammen, das in mehreren afrikanischen Sprachen „10“ bedeutet. Mit seinem grünen Fell, das bestens zum Grün des Rasens passt, zeigt Zakumi, dass er ein echter Fussballfan ist.

„Zakumi repräsentiert die Menschen, die Geographie und den Geist Südafrikas und ist damit Sinnbild der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010. Wir werden mit ihm vor und bei dem FIFA Konföderationen-Pokal sowie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zweifellos viel Spaß haben“, betonte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke.

Erfinder des Maskottchens ist Andries Odendaal aus Kapstadt. Das Kostüm stammt von Cora Simpson von Cora’s Costumes cc in Boksburg. „Zakumi ist ein stolzer Südafrikaner und daher ein idealer Botschafter für die erste WM in Afrika. Er wurde 1994, als Südafrika zur Demokratie wurde, geboren. Er ist jung, kraftvoll, clever und ehrgeizig – ein echtes Vorbild für Jung und Alt, nicht nur in unserem Land“, erklärte Danny Jordaan.

Lucas Radebe, der die letzten Tage mit Zakumi verbracht hatte, fügte an: „Er ist unglaublich stolz und will als offizielles Maskottchen für alle Fans, die zu uns nach Südafrika kommen werden, ein perfekter Gastgeber sein. Er wird für die Fans, Spieler und alle kleinen und großen Kinder zweifelsfrei ein großartiger Animator sein.“

Das offizielle WM-Maskottchen blickt auf eine über 40-jährige Tradition zurück, die 1966 in England mit „Willie“ begann. Die WM-Maskottchen sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer ansteckend fröhlichen Art sind sie bei jeder Weltmeisterschaft ein einzigartiger Stimmungsmacher.