Wimpel | Fußball-Länderspiel Deutschland – Frankreich

Inventarnummer: 06/333

Dieser Wimpel der Fédération Française de Football, des französischen Fußballverbandes, wurde anlässlich des Freundschaftsspiels der eigenen Elf  gegen die Nationalmannschaft Deutschlands am 19.11.1980 in Hannover angefertigt. Schon in der ersten Halbzeit ging das deutsche Team durch Kaltz und Briegel in Führung. Jean-Francois Larios erzielte per Strafstoß den Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel konnte die Führung durch die Tore von Horst Hrubesch und Klaus Allofs weiter ausgebaut werden. Letztlich gehörte auch das Spiel gegen Frankreich zur längsten Serie einer deutschen Fußballnationmannschaft ohne Niederlage. Erst am 01.01.1981, nach einem weiteren Sieg gegen Bulgarien, musste sich das deutsche Team beim Mundialito-Turnier gegen Argentinien  2:1in Montevideo geben.

Wimpel | FK Austria Wien

Inventarnummer: 09/345-13

Dieser Wimpel des österreichischen Fußball-Klubs Austria Wien, vom 02.12.1928, stammt aus einer für den Verein wohl schwierigsten Periode überhaupt. Konnte man bis zur Mitte der 1920er Jahre mehrere Meisterschaften und Pokalsiege erringen, blieb der Austria ab 1927 wegen der Abgänge wichtiger Spieler nur noch sportliches Mittelmaß und geriet in massive finanzielle Schwierigkeiten. 1930 musste sogar das Stadion wegen der fehlenden Geldmittel für Pachtzinsen aufgeben werden. Nur durch die Hilfe des befreundeten schweizerischen Fußballvereins Grasshopper-Club Zürich, welcher alle Schulden übernahm, konnte der Klub überhaupt weiterexistieren. Sportlich setzte man während der „Talsohle“ auf die eigene Jugend, was den Verein in den Folgejahren wieder zum Titeljäger machte.

Wimpel | S.V. Sodingen 1912

Inventarnummer: 09/329-33

Dieser Wimpel des Sport-Vereins Sodingen 1912 stammt aus der erfolgreichsten Periode des Stadtteilvereins aus Herne. Von 1952 bis 1959 spielte die Mannschaft in der Oberliga West, der damals höchsten Spielklasse. 1954/55 konnte sich die Mannschaft sogar für die Endrunde der Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Trotz beachtlicher Leistungen erwiesen sich die Formationen des 1. FC Kaiserslautern und des HSV als überlegen. Das Team erspielte sich dennoch viele Sympathien, galt man doch letztlich als ehrlicher Arbeiterverein mit Tugenden wie Zweikampfstärke und Einsatzwille. Während der 60er Jahre rutschte Sodingen zunächst in die Zweitklassigkeit ab und verschwand daraufhin im Amateurbereich. Die Bedeutung der 50er Jahre konnte der Verein nie wieder herstellen.

Wimpel | SC Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland

Inventarnummer: 06/329-23

Der Fußballverein Rot-Weiß Oberhausen-Rheinland gehörte in den Nachkriegsjahren zu den tonangebenden Vereinen in Westdeutschland. Neben zahlreichen Regionalmeisterschaften sicherte sich die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet 1950 den westdeutschen Pokalsieg. Jedoch blieb „RWO“ mit einem zehnten Tabellenplatz in der entscheidenden Saison 1963/64 die Qualifikation zur neu geschaffenen Bundesliga verwehrt. Trotz des zwischenzeitlichen Aufstiegs in die höchste Spielklasse, verweilte der Verein, der auch in den Bundesligaskandal der Saision 1970/71 mit manipulierten Punktspielen in den Abstiegskampf verwickelt war, während der folgenden Jahrzehnte überwiegend in unterklassigen Ligen. Erst in letzter Zeit fand man zurück in die 2. Bundesliga.

Wimpel | A.C. Mailand

Inventarnummer: 06/338-2

Auf diesem Wimpel des A.C. Mailand (Associazione Calcio Milan) befindet sich auf der Rückseite eine Widmung des Fußballspielers Karl-Heinz Schnellinger an der Sportjournalisten Kurt Brumme: “ „Lieber Herr Brumme, Zur Erinnerung an meine Tätigkeit beim A.C. Mailand freundlichst gewidmet Ihr K.H. Schnellinger – 25.10.1966“. Der Abwehrspieler aus Düren zählte zu den weltbesten Spielern auf seiner Position. 1962 wählten ihn Sportjournalisten zum Fußballer des Jahres. Insgesamt bestritt er 47 Länderspiele. Der deutsche Sportmoderator Kurt Brumme kommentierte u.a. das erste Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft nach dem Krieg gegen die Schweiz und pflegte Bekanntschaften mit vielen Sportstars der Nachkriegsjahre.

Wimpel | Weltpokal Borussia Dortmund – Cruzeiro Belo Horizonte

Inventarnummer: 09/329-53

Der sogenannte Weltpokal war ein Fußballwettbewerb der Siegermannschaften der internationalen Vereinswettbewerbe der Landesmeister aus Südamerika und Europa. Zwischen 1960 und 2004 konnte, außer Rekordmeister FC Bayern München, nur Borussia Dortmund den Pokal nach Deutschland holen. Am 2.12.1997 schlug man den brasilianischen Vertreter Cruzeiro Belo Horizonte mit 2:0 durch die Tore von Michael Zorc und Heiko Herrlich im Olympiastadion von Tokio.

Die Spiele galten besonders in den 70er Jahren als unfair geführte „Fußballschlachten“.  Einige Clubs verzichteten freiwillig auf die Teilnahme. 1975 sowie 1978 fanden wegen fehlender Bereitschaft der Qualifizierten überhaupt keine Finalspiele statt. Die Gesamtbilanz liest sich dennoch versöhnlich: 21 Siege für Europa und 22 für Südamerika.

 

Fußballwimpel | STV Horst-Emscher

Inventarnummer: 06/329-13

Der Verein STV Horst-Emscher, benannt nach einem Ruhrgebietsfluss und dem Gelsenkirchner Stadtteil Horst, wurde 1892 gegründet und mehrfach umbenannt. Den größten Erfolg erreichte der Verein nach dem 2. Weltkrieg, als er zusammen mit Lokalrivale Schalke 04 bis 1954 in der erstklassigen Oberliga West spielte und 1949/50 sogar die Endausscheidung zur Deutschen Fußballmeisterschaft erreicht, dort  jedoch an der SpVgg Fürth scheiterte. In den folgenden Jahrzehnten stieg die STV, trotz Fusionen mit anderen Ortsvereinen, in immer tiefere Ligen ab, konnte jedoch 1967 als deutscher Amateurmeister einen Titel erringen.  1989 letztmalig in der DFB-Pokal-Hauptrunde an überregionalen Wettkämpfen beteiligt , ist der Verein seit  November 2007 insolvent.

Siegermedaille von Ioannis Georgiadis | Spiele der I. Olympiade 1896, Athen

Inventarnummer: 07/166

Siegermedaille von den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite die Athener Akropolis mit Parthenon und Propyläen. Auf der Rückseite ist der Kopf von Zeus zu sehen, in seiner rechten Hand hält er eine Kugel, auf der eine Siegesgöttin mit einem Ölzweig steht. Die Medaille wurde mit einer Auflage von jeweils 40 Exemplaren in Silber und Kupfer in der Monaie de Paris geprägt.

Die hier abgebildete Medaille stammt von Ioannis Georgiadis, er gewann den Wettbewerb im Säbelfechten.

Die Öse am oberen Rand wurde nachträglich angebracht.