Plakat “Wrestling” | Spiele der XXIII. Olympiade 1984, Los Angeles

Inventarnummer: 88/89-1841

Offizielles Plakat zum Wettbewerb im Ringen bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles.

Gold für Pasquale Passarelli im Bantamgewicht. Trotz starker Blessuren, die er sich in der Vorrunde gegen den Rumänen Nicolae Zamfir zuzog (Nasenbeinbruch, Risswunde am rechten Augenlid) gewann er im Finale gegen den Japaner Masaki Eto. Nach anfänglich leichter Führung (8:2) leistete sich Passarelli  eine kleine Unachtsamkeit, Eto konterte mit einem Kopfhüftzug in die sogenannte Brücke. 90 Sekunden harrte Passaelli in dieser Stellung aus, dann war der Kampf zu Ende, zum Schluss hieß es 8:5 für den gebürtigen Gambatesa.

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Fußballwimpel | FC Carl Zeiss Jena

Inventarnummer: 06/328-3

Wimpel des Fußballclub Carl Zeiss Jena. In der “Ewigen Tabelle” der Oberliga belegt der Verein den ersten Rang noch vor dem Berliner FC Dynamo, obwohl dieser mit 10 Meisterschaften Rekordmeister ist. Neben drei Meisterschaften, neun Vizemeisterschaften und vier Pokalsiegen gelang der Mannschaft unter Trainer Hans Meier in der Saison 1980/81 gegen Mannschaften wie AS Rom und Benfica Lissabon sogar der Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger. Im Düsseldorfer Rheinstadion unterlag man jedoch mit 2:1 gegen Dinamo Tiflis durch das entscheidende Gegentor in der 87. Minute.

Auch wenn dieser Erfolg in den nächsten Jahrzehnten nicht wiederholt werden konnte, erwies sich die Nachwuchsarbeit als ein wichtiger Grundpfeiler zur Verstärkung der Mannschaft. Bereits zu DDR- Zeiten gegründet, betrieb ein Leistungszentrum zielgerichtete Förderung, um den Anschluss an den internationalen Fußball herzustellen. Diese Ausbildungsstätte durchliefen auch nach der Wiedervereinigung deutsche Nationalspieler, so z. B. Bernd Schneider oder Robert Enke. Der Wimpel zeigt Unterschriften der Mannschaft aus den frühen 90´er Jahren, unter anderem von Jürgen Raab und Bernd Schneider.

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Silbermedaille | Spiele der VIII. Olympiade 1924, Paris

Inventarnummer: 91/330

Silbermedaille von den Olympischen Spielen 1924 in Paris. Sechs Medailleure reichten Entwürfe zur Gestaltung der Medaille ein. Um die Motivation zu steigern, winkte dem Sieger eine Prämie von 15.000 France. Die Commission des Arts et Realations Extérieur, unter dem Vorsitz von IOC-Mitglied Marquis Melchior Polignac, entschied sich im dritten Wahlgang für die Arbeit von André Rivaud.
Auf der Vorderseite sieht man zwei antike Athleten, darunter, erstmals auf einer olympischen Medaille, die olympischen Ringe. Die Darstellung auf der Rückseite zeigt neben einer Harfe diverse Sportgeräte, darunter auch einige aus dem Wintersport. Die Medaille wurde in der Pariser Münze gegossen, in einer Auflage von 912 Exemplaren.

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Tennisschläger Anna-Lena Grönefeld | Wimbledon Mixed-Finale 2009

Inventarnummer: 09/1601

Tennisschläger von  Anna-Lena Grönefeld aus dem Finale im Mixed-Wettbewerb bei den Lawn Tennis Championships in Wimbledon 2009. Grönefeld siegte zusammen mit Mark Knowles von den Bahamas in zwei Sätzen (7:5, 6:3) gegen das an Position eins gesetzte Duo Cara Black aus Simbabwe und Leander Paes aus Indien. Im ersten Satz lagen Grönefeld/Knowles bereits 2:5 zurück, konnten dann fünf Spiele in Folge für sich entscheiden und gewannen den Durchgang noch mit 7:5. Im zweiten Durchlauf gaben Black/Paes früh zwei Sätze ab, Grönefeld/Knowles brachten ihre Aufschläge durch und gewannen den zweiten Satz mit 6:3.

Das war der erste deutsche Finalerfolg seit Steffi Graf 1996 die letztmalig in Wimbledon triumphierte. Deutsche Mixed-Sieger gab es in Wimbledon zuletzt 1933, damals gewannen Hilde Krahwinkel und Gottfried von Cramm gegen die englisch-südafrikanische Paarung Mary Heeley/Norman Farquharson mit 7:5 und 8:6.

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Holzschlittschuhe um 1900

Inventarnummer: 09/1534

Historisches Holzschlittschuhpaar des Herstellers Eduard Engels um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts. Der Untersatz wurde aus Holz gefertigt und ein Eisenbeschlag in Hochkantlage eingefasst. Mittels Lederriemen fixierte man die Schuhe auf der hölzernen Schuhauflage. Herstellungsort war Remscheid.
Die Stadt und ihre umliegenden Gemeinden bildeten seit dem 19. Jahrhundert das deutsche Zentrum der Schlittschuhherstellung. Weit über hundert Hersteller, oft nur Einzelpersonen, sind heute bekannt. Unter anderem Eduard Engels. Er ließ 1850 einen Schlittschuh patentieren, dessen Sohlenplatte noch aus Holz bestand, welche aber einen Haken besaß, der mit einer Flügelschraube angezogen und gegen den Absatz gedrückt werden konnte. Nach dem ersten Weltkrieg verschwand ein Großteil der Anbieter. Die Firma Eduard Engels fusionierte 1924 mit anderen Unternehmen zu den „Polar-Werken“, einem der größten Schlittschuhhersteller, bis auch diese 1974 aufgeben mussten.

09-1534

Bekanntmachung | Eingliederung der Turn- und Sportjugend in die HJ

Inventarnummer: 09/1399

Bekanntmachung vom 11. Dezember 1934 des Gaubeauftragten des Reichsführers an die Turn- und Sportvereine zur Eingliederung der Turn- und Sportjugend in die HJ .

Wortlaut:

Eingliederung der Turn- und Sportjugend in die HJ.

Auf Grund der Vereinbarung zwischen dem Reichsjugendführer und dem
Reichssportführer vom 25.Juli 1934 geben die Unterzeichneten zur Ein-
gliederung der Turn- und Sportjugend folgendes bekannt:

1. Die Turn- und Sportverbände verpflichten sich, alle in ihrem Vereinen
befindlichen Jugendlichen (männlich 10-18 Jahre; weiblich 10-21 Jahre)
soweit sie noch nicht HJ, DJ, BDM bezw. JM Mitglieder sind, sofort zu
veranlassen, daß ihre Anmeldung bezw. Aufnahmeerklärung in HJ und
BDM erfolgt.

2. Jugendliche, welche ihren Eintritt in HJ bezw. BDM nicht durchführen
wollen, werden von den Verein ausgeschlossen.

3. Anmeldung in HJ und BDM hat einzeln zu erfolgen zu erfolgen. Hierfür ist die
Heimatorganisation zuständig.

4.Alle neuaufzunehmenden Jugendlichen in dem oben bezeichneten Alter
haben vorher ihren Eintritt in die HJ zu erklären. (Stichtag 1.12.34)

5. Die Turn- und Sportverbände stellen den HJ und BDM Gliederungen
ihre Übungsplätze, Hallen und Geräte gegen ein örtlich zu verein-
barendes Entgelt überdessen Höhe in letzter Instanz die Gebiets-
führung, Abte1lung E, mit dem Gaubeauftragten des Reichssportführers
entscheidet , zur Verfügung.

6. Den Turn- und Sportverbänden ist jegliche geländesportliche Ausbil-
dung sowie politische Schulung laut Vertrag verboten. Diese Aus-
bildungszweige stehen einzig und allein der Staatsjugend HJ und BDM
zu.

7. Zur Grundausbildung der BJ wird im Gebiet Mittelrhein der erste
und dritte Sonntag eines jeden Monats zur Ausbildung belegt. An
diesen Tagen können HJ Mitglieder nicht beurlaubt werden.

8. Den HJ und BDM Mitgliedern wird freigestellt ihre zusätzliche,
sportliche Ausbildung innerhalb der Sportverbände zu suchen.

9. Die HJ verpflichtet sich, Jgg. (BDM Mitglieder), welche eine be-
achtliche sportliche Leistung zu erfüllen versprechen, vom HJ
Dienst auf Antrag des Sportverbandes (Bezirksbeauftragter) zeitweise
zu beurlauben.

10. Grundsätzlich geht HJ und BDM Dienst vor allen übrigen Verplich-
ungen.

11. Die Überwachung dieser Vereinbarung und die Verhandlung mit den
Turn- und Sportverbänden wird hiermit den Dienststellen bis Bann-
führungen (Abteilung E) sowie Untergauführungen übertragen. Die
Vereinsvorsitzenden haben sich nur mit diesen ins Benehmen zu setzten.

12. Die Eingliederung nach den oben angeführten Richtlinien muß bis
zum 1. Januar 1935 durchgeführt sein. Meldung über den Vollzug der
Eingliederung erfolgt durch die Bezirksbeauftragten an die Gebiets-
führung, Abteilung E. Die Meldung muß bis zum 5.1.35 erfolgt sein.

Köln, den 11. Dezember 1934.
Der Gaubeauftragte des Reichsführers:
gez. K u r t z , Standartenführer der SA
Die Führerin des Obergaues 11:
gez. L. R o h 1 f i n g, Obergauführerin
Führer des Gebiets Mittelrhein:
gez. A. W a 1 l w e y, Gebietsführer.

Obige Abschrift wird zur genauen Befolgung nochmals bekannt gegeben.
Der Vertrag zwischen Reichsportführer und Reichsjugendführer vom
25.7.34 und die Ausführungsbestimmungen vom 17.9.34 war abgedruckt
in NR. 31 bezw. 39 der Deutschen Turnzeitung. Die Vereinsführer haben
also nunmehr ihre Jugendliche sofort zu veranlassen, sich bei der ört-
lichen HJ Organisation (EJ, DJ, BDM bezw. JM) einzeln zu melden.
Daß diese Verfügung durchgeführt ist, ist bis zum 3. Januar 1935
schriftlich an die Geschäftsstelle Unter Goldschmied 38 zu melden.

Gut Heil – Heil Hitler

09-1399

Publikation | Deutsche Hochschule für Leibesübungen, 1924

Inventarnummer: 09/1398

Publikation von Carl Diem zur Deutschen Hochschule für Leibesübungen aus dem Jahr 1924. Gestiftet von der Continental-Caoutchouc und Gutta-Percha-Compagnie, Hannover.

Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen wurde am 15. Mai 1920 in Berlin gegründet. Ziel der Hochschule war „…wissenschaftlich geschulte Lehrkräfte für Leibesübungen heranzubilden“ und „…alle auf die Theorie, Praxis und Geschichte der Leibesübungen bezüglichen Gesetze wissenschaftlich zu erforschen.“ Erster Rektor war der Chirurg und Forstwirt August Karl Gustav Bier (* 24. November 1861; † 12. März 1949), Nachfolger wurde Ernst Ferdinand Sauerbruch (* 3. Juli 1875; † 2. Juli 1951) einer der einflussreichsten Chirurgen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen wurde 1936 von der neu gegründeten Deutschen Reichsakademie für Leibesübungen weitergeführt.

09-1398

Auktionskatalog | AERONAUTIK – Die Sammlungen Eduard von Sigmundt / Dr. Otto Nirenstein

Inventarnummer: 09/1397

Auktionskatalog des renommierten Wiener Kunstantiquariat Gilhofer und Ranschburg zum Thema „Aeronautik“.

AERONAUTIK
DIE SAMMLUNGEN
EDUARD von SIGMUNDT – TRIEST
DR. OTTO NIRENSTEIN – WIEN
Interessante und seltene Bücher
über das Gesamtgebiet der Aviatik
Wertvolle Kupferstiche und Lithographien, davon viele
in Farben, über die Entwicklung des Flugwesens, von
der Frühzeit der Luftschiffahrt bis zur Gegenwart
Porträts und Autographen von berühmten
Piloten, Erfindern und Gelehrten
Ferner
Karikaturen und Utopien; Medaillen, Plaketten und
Gedenkmünzen; Plakate, Flugblätter, Eintrittskarten;
Fayencen, Dosen, Fächer, etc. etc.
aus der Zeit der Erfindung des Ballons
Mit 30 Tafeln am Ende des Kataloges
VERSTEIGERUNG IN LUZERN
Dienstag, den 26. und Mittwoch, den 27. Juni 1934
durch
H. GILHOFER & H. RANSCHBURG
AKTIENGESELLSCHAFT

Die Auktion fand am 26. und 27. Juni 1934 in Luzern statt.

09-1397